18.08.2025
  • Einsatz

Große Suchaktion am Überseer Chiemseeufer

84-jähriger Surfer vermisst


Zahlreiche Einsatzkräfte der Wasserrettung von BRK und DLRG sowie der Feuerwehr Übersee suchten am Sonntagabend (17.8.) am Chiemsee in der Überseer Bucht über Stunden nach einem vermissten 84-jährigen Mann. Der Senior aus München war gegen 16.15 Uhr zuletzt gesehen worden, als er vom Campingplatz Übersee aus mit dem Surfbrett auf den Chiemsee hinausfuhr. Bis zum Abend war er nicht zurückkehrt und die Angehörigen alarmierten die Rettungskräfte.

Die BRK-Wasserwachten aus Übersee, Chieming, Bernau und Prien sowie die DLRG, Kräfte der Feuerwehr Übersee und die Polizei trafen sich am Sammelpunkt in Rödlgries. Von dort aus wurde die umfangreiche Suchaktion am südwestlichen Chiemseeufer koordiniert. Angefordert wurde auch ein Polizeihubschrauber. Der starke Lichtkegel des Suchscheinwerfers des Helikopters war weithin zu erkennen und diente den Einsatzkräften zur Orientierung. Nachdem die Besatzung des Polizeihubschraubers im südlichen Uferbereich die Surfausrüstung des Vermissten lokalisiert hatte, wurden mehrere Boote der Wasserrettungskräfte in den Bereich zwischen Feldwieser Bucht und Autobahn beordert und die Absuche auf diesen Seebereich konzentriert.  

Die rund 35 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Übersee wurden beauftragt zu Fuß weite Uferbereiche zu kontrollieren. Die teilweise sehr unwegsamen und schlecht einsehbaren Uferflächen wurden unter großem Personaleinsatz abgesucht, zudem ufernahe Wasserflächen und angrenzendes Schilf und Gebüsch. Die Boots- und Buggybesatzungen nutzten die, erst kürzlich für derartige Einsätze beschafften besonders leistungsstarken Suchscheinwerfer, ebenso zwei Wärmebildkameras. Der Vermisste konnte in der Dunkelheit jedoch leider nicht aufgefunden werden. 

Die Suchtrupps der Feuerwehr wurden gegen 23.30 Uhr aus dem Einsatz entlassen und gegen 0:45 Uhr entschieden die Einsatzleitung der Wasserrettung zusammen mit der Polizei die Suche abzubrechen. Am Montagmorgen wurde die Suche mit starken Kräften der Wasserrettung fortgesetzt. Die Feuerwehr wurde dazu nicht mehr gebraucht. pv.

Bericht:Peter Volk, Pressesprecher Kreisfeuerwehrverband Traunstein 

Fotos:Wolfgang Gasser; Pressestelle Kreisfeuerwehrverband Traunstein