18 Jahre Verantwortung: Danke Helmut Helmberger!

Waging. Die Kommandanten aus dem Dienstbereich „Traunstein Land 3-1“ trafen sich zum Dienstgespräch in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses Waging. Dabei nutzten die Anwesenden die Möglichkeit, Helmut Helmberger für sein 18-jähriges Wirken als 2. Kommandant bei der Feuerwehr Wonneberg auszuzeichnen und Danke zu sagen. Günter Wambach blickte in seinem Bericht auf ein außergewöhnliches Jahr zurück. Trotz Corona konnten im Sommer einige Termine und Übungen durchgeführt werden. In Taching und Tengling wurde ein organisationsübergreifender Übungstag mit etwa 200 Teilnehmern durchgeführt.

„Die Liste der Einsätze in unserem Bereich ist lang. Brände, Verkehrsunfälle, Menschen- und Tierrettungen, Unfälle mit gefährlichen Gütern aber auch Naturereignisse wie Sturm und Regen haben uns im vergangenen Jahr beschäftigt“, informierte Kreisbrandinspektor Günter Wambach die Kommandanten der Feuerwehren Freutsmoos, Gaden, Nirnharting, Otting, Palling, Taching, Tengling, Tettenhausen, Waging und Wonneberg.

„Danke Helmut, du hast dich über viele Jahre hinweg in verantwortungsvoller Position für deine Feuerwehr eingesetzt und bei unzähligen Einsätzen Hilfe geleistet“, so die Laudatio für den ausgeschiedenen Wonneberger 2. Kommandanten Helmut Helmberger. Neben dem Feuerwehrehrenkrug hat er das Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber aus den Händen des zuständigen Kreisbrandmeisters Georg Fleischer sowie Kreisbrandrat Christof Grundner und Günter Wambach erhalten.

Bei den Neuwahlen der Feuerwehr Nirnharting wurde Andreas Abstreiter im Amt bestätigt und Andreas Strohhammer zum neuen Stellvertreter gewählt. Wahlen gab es auch bei der Feuerwehr Nirnharting. Dort bestätigten die Aktiven Wolfgang Sedlmayer und Robert Häusl für sechs weiter Jahre als Kommandanten. „Insbesondere bei den Kommandantenwahlen gab es ja vielerorts Schwierigkeiten, da die Kontaktbeschränkungen die schriftlichen Wahlen nicht zuließen. Ich bin froh, dass man nun im gesamten Gebiet die Wahlen durchführen konnte“, sagte Günter Wambach.

Trotz der kurzen Zeit, in der Leistungsprüfungen möglich waren, nutzen zahlreiche Feuerwehren die Möglichkeit eine Prüfung abzulegen. 157 Teilnehmer in 20 Gruppen traten bei den bei den Feuerwehren im östlichen Landkreis zur Überprüfung ihrer Kenntnisse an. Davon legten 139 aktive Frauen und Männer entweder das Abzeichen „Brandbekämpfung“ oder „Technische Hilfeleistung“ ab. 18 Jugendliche meisterten ihre erste große Prüfung und schafften das Jugendleistungsabzeichen.

Als einen der Höhepunkte des Jahres bezeichnete der Inspektor den organisationsübergreifenden Übungssamstag, den die Feuerwehren Taching und Tengling zusammen mit dem Kreisfeuerwehrverband durchführten. „Es war absolut wichtig, die Handgriffe und Abläufe bei unterschiedlichen Schadenlagen zu trainieren und die Kommunikationswege beispielsweise mit der Führungsstelle Salzach zu üben“. Rund 200 Einsatzkräfte nahmen daran teil und gaben den Tag ein durchwegs positives Feedback.

„In Tengling gibt es jetzt eine Kinderfeuerwehr mit mittlerweile 15 Mitgliedern“, freute Kreisjugendwartin Martin Steinmaßl. Sie blickte zudem auf den #WirFahrenRot Tag beim Seeteufel zurück. „Die Feuerwehren Waging und Taching waren super Gastgeber und es war ein wunderbarer Tag mit vielen Besuchern“, so Martin Steinmaßl. In ihrem Bericht lobte die anwesenden Kommandanten, dass viele bereits auf das Jugendmedium Instagram setzen und so für die Zielgruppe des Nachwuchses in Erscheinung treten.

Einen Blick auf den landkreisweiten Ausbildungsbetrieb warf Josef Linner. „Über 150 ehrenamtliche Ausbilder aus den Feuerwehren des Landkreises Traunstein haben es möglich gemacht, den Ausbildungsbetrieb trotz Corona fast vollständig hochzufahren. Darauf bin ich unheimlich stolz und dankbar für so viel Engagement“, so der Fachkreisbrandmeister für Ausbildung. Fast 150 Lehrgänge mit mehr als 3500 Teilnehmern wurden im vergangenen Jahr durchgeführt. Vier Basisausbildungslehrgänge mit insgesamt 90 Teilnehmern wurden allein im „Inspektionsbereich 3“, also den Feuerwehren im östlichen Landkreis erfolgreich beendet.

Wie in vielen Bereichen des täglichen Lebens, wurde im vergangenen Jahr die Digitalisierung bei den Feuerwehren vorangetrieben. So wurde beispielsweise das Dienstgespräch mit einem möglichst kleinen Teilnehmerkreis vor Ort durchgeführt und der Großteil der Teilnehmer konnte den Abend über eine Videokonferenz von zu Hause aus verfolgen. „Eine Ehrung für so verdiente Menschen wie Helmut Helmberger online vorzunehmen, ist aus meiner Sicht ein Unding. Deshalb setzen wir bei der derzeitigen Infektionslage auf eine Mischung zwischen Anwesenheit und digitaler Übertragung“, so Kreisbrandrat Christof Grundner zum Abschluss der Veranstaltung. Hob

 

Text und Bilder

Hubert Hobmaier

Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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