„Helfen ist Trumpf“ geht in eine neue Runde

Landkreis Traunstein. Traditionell begehen die Bayerischen Feuerwehren im Rahmen der Feuerwehr-Aktionswoche eine landesweite Kampagne, um auf das kommunale Ehrenamt aufmerksam zu machen. Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat den Startschuss zur diesjährigen Aktion bereits vor wenigen Tagen in Neumarkt in der Oberpfalz gegeben. Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein absolvieren dazu am kommenden Samstag (18.9.) eine Großübung mit vielen punktuellen Einsatzstellen. Zudem endet die dreimonatige #WirFahrenRot-Tour mit dem Finale in Grassau. Auch ist der Bayerische AOK-Feuerwehr-Lauf in vollem Gange.

 

Am Samstag ist eine Vielzahl der heimischen Feuerwehren in eine großangelegte Übung eingebunden. „Da wir nach wie vor auf allzu große Übungen verzichten müssen, haben wir uns dazu entschieden, an mehreren Übungsstellen im Landkreis Traunstein verschiedene Szenarien zu beüben“, so Kreisbrandrat Christof Grundner. Dabei werden insbesondere Sondereinheiten zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit einem Hubschrauber trainiert und auch die Führungsstellen werden in die Einsatz- und Koordinierungsabläufe eingebunden.

 

Schon im vergangenen Jahr wurde die Aktion "Helfen ist Trumpf" durch das Bayerische Innenministerium in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern ausgerufen. Damit soll die Bedeutung des Ehrenamtes Feuerwehr in jeder Gemeinde im Freistaat Bayern zum Ausdruck gebracht werden. „Jeder Ehrenamtliche ist ein Trumpf im Ärmel der Gemeinden, gerade bei Naturereignissen oder großen Schadenslagen wird jede helfende Hand gebraucht“, so Kreisbrandrat Grundner. Aus diesem Grund werden die Feuerwehren am Samstag rund 15 kleinere und mittlere Einsatzszenarien abarbeiten. Vom Einbringen einer Ölsperre, der Inbetriebnahme eines Ölabscheiders, einer Waldbrandübung sowie dem Aufbau einer langen Wasserförderstrecke bzw. dem Einsatz der sogenannten Wasserförderkomponente mit Tankwagenpendelverkehr, ein Verladeunfall, dem Einsatz der Hochleistungspumpen bis hin zu Unglücksszenarien für die beiden Feuerwehr-Messzüge werden insbesondere die Sondereinheiten des Landkreises ihre Einsatzfähigkeit testen.

 

Ein besonderes Augenmerk soll auf die Arbeit der Führungsstellen gelegt werden. Diese werden allesamt besetzt sein und die Einsatzlagen vor Ort begleiten. Dabei soll insbesondere der Informationsfluss und die Kommunikation trainiert werden, so dass man am Nachmittag eine fiktive Pressekonferenz im Landratsamt abhalten kann. Im gesamten Landkreis Traunstein kann es am Samstag in der Zeit von 8 Uhr bis 17 Uhr zu Einsatzfahrten von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) kommen. Mancherorts ist mit kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Zudem sind mehrere Flugbewegungen geplant.

 

Am Samstag steigt zudem das Finale der #WirFahrenRot-Aktion des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein. Diese wird in der Zeit zwischen 10 Uhr und 13 Uhr ihre Zelte in Grassau aufschlagen. Seit einigen Tagen ist auch der „1. Bayerische AOK-Feuerwehr-Lauf“ aktiv. Unter dem Motto „Für dich – Für die Feuerwehr – Für Bayern“ können sich alle Feuerwehrmitglieder an einem vierwöchigem Lauftraining beteiligen und nicht nur großartige Preise gewinnen. Die Bayerischen Staatsforsten fördern die ersten 15.000 Anmeldungen zudem mit jeweils einer Baumpflanzung mit klimatoleranten Bäumen. Hob

 

Text und Bilder (Archiv): Hubert Hobmaier

 

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