Freitag der 13. – Tag des Rauchmelders

Landkreis Traunstein. „Durchschnittlich vier Menschenleben werden täglich durch Rauchmelder in Deutschland gerettet“, informiert Kreisbrandrat Christof Grundner im Gespräch mit dem Kreisfeuerwehrverband Traunstein und erklärt weiter, dass die Feuerwehren im Landkreis Traunstein im laufenden Jahr bereits mehr als 40 mal zu ausgelösten Rauchmeldern im privaten Umfeld ausgerückt sind. Trotz der gesetzlichen Verpflichtung, ist bundesweit erst rund die Hälfte aller privaten Haushalte mit diesen Lebensrettern ausgestattet.

„Einen wahren Lebensretter für ein paar Euro bei minimalen Aufwand zu installieren ist aus Feuerwehrsicht das Beste was man tun kann um auf einen Notfall vorbereitet zu sein“, so Christof Grundner. Dabei sollte stets ein Gerät in den Schlaf- und Wohnräumen sowie in den Fluren angebracht sein, die man zum Verlassen der eigenen vier Wände braucht. Die Geräte verfügen zudem einen Testknopf. Wird dieser in regelmäßigen Abständen aktiviert, kann man sicher sein, dass das Gerät einwandfrei funktioniert.

„Unsere Einsatzkräfte sind zwar innerhalb weniger Minuten vor Ort um im Brandfall zu helfen, mit den Rauchmeldern schafft man sich jedoch ein absolut lebenswichtiges Zeitfenster zur Selbstrettung“, so Christof Grundner. Hört man den markanten und durchdringlichen Warnton, so sollte man unverzüglich Hilfe unter der Notrufnummer 112 anfordern. „Warnen Sie, wenn möglich, Ihre Nachbarn und verlassen Sie umgehend das Gebäude“, so die Empfehlung der Feuerwehr. „Lieber rücken wir einmal umsonst an, als einmal zu spät“, erklärt Christof Grundner.

Obwohl Rauchmelder bereits seit vielen Jahren auf dem Markt verfügbar sind, halten sich dennoch einigen Mythen und Irrtümer auf die die Feuerwehren im Landkreis am heutigen Freitag den 13. aufmerksam machen möchten. „Sie haben bei einem Entstehungsbrand maximal 120 Sekunden Zeit, bis sie das Gebäude verlassen haben sollten. Selbst bei kleinen Bränden entsteht innerhalb kurzer Zeit sehr viel hochgiftiger Brandrauch, der die rettenden Fluchtwege behindern kann und eine Flucht unmöglich macht“, so der Kreisbrandrat.

Weiter herrscht verbreitet die Meinung, dass ein Rauchmelder im Flur ausreichend ist. Gesetzlich vorgeschrieben sind sie darüber in Schlaf- und Wohnräumen – die Kinderzimmer eingeschlossen. Diese Verpflichtung steht eng in Verbindung mit Irrtum Nummer 3. „Ich merke doch rechtzeitig wenn es bei mir brennt!“. Falsch! Insbesondere im Schlaf sind unsere Sinne nahezu komplett abgeschalten und der Geruchssinn nimmt keinen Brandrauch wahr! Dadurch wird man nicht wach um den Brandrauch zu riechen.

Ein weiterer Irrtum ist, dass eine Verpflichtung zur Installation nur für vermietete Wohnräume gilt. Die gesetzliche Verpflichtung erstreckt sich auf alle Wohnräume, eben auch die, die privat genutzt werden. Darüber hinaus sollen die qualitativ hochwertige Rauchmelder neben dem „CE“ Prüfzeichen mit dem einem „Q“ gekennzeichnet. Dahinter versteckt sich die DIN EN 14604, die für ein qualitativ hochwertiges Produkt steht.

„Wir Feuerwehren im Landkreis Traunstein wären wirklich sehr froh darüber, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger diese Geräte in ihren Wohnräumen angebracht hätten. Je schneller wir informiert werden, desto höher ist die Chance Menschenleben zu retten und die Schadenshöhe zu verringern“, so der Appell des Kreisbrandrates. Hob

 

Text

Hubert Hobmaier

Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

 

Bilder

Initiative „Rauchmelder retten Leben“

https://www.rauchmelder-lebensretter.de/

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