Erfolgreiche Lehrgangsteilnehmer bei modularer Truppführer-Ausbildung

Traunreut. Die Ausbildung zum Truppführer erfolgreich abgeschlossen haben 19 aktive Feuerwehrdienstleistende aus 14 Wehren im Landkreis Traunstein. Ungewöhnlich an dem Lehrgang war die Dauer, denn gestartet wurde das Truppführer-Modul Anfang März und nach sieben Kursabenden hätten die Teilnehmer die Prüfung abgelegt. Doch dann kam Corona und der Lehrgang musste nach zwei Drittel der 21 Unterrichtseinheiten abgebrochen werden. Erst vor einigen Tagen war es möglich den Lehrgang unter Beachtung aller Hygienevorschriften fortzusetzen und mit der Prüfung zum Abschluss zu bringen.

 

Begonnen hatte die modulare Ausbildung zum Truppführer mit 27 Teilnehmern. Die erzwungene Corona-Unterbrechung lies auch die Teilnehmerzahl auf 19 schwinden. Diese jedoch bestanden ohne Ausnahme die zweiteilige Abschlussprüfung, bestehend aus einem schriftlichen sowie aus einem praktischen Teil. Im ersten Prüfungsabschnitt waren 15 Fragen zu beantworten, die sich alle auf sicheres Handeln als Truppführer bezogen haben, zum Beispiel auf die Unfallprävention und den Arbeitsschutz. Die praktischen Fertigkeiten der angehenden Truppführer werden normalerweise als Einsatzübung mit einer Gruppen- sowie einer Truppaufgabe bewertet. Aus Gründen der Coronahygiene wurde diesmal auf die Gruppenaufgabe verzichtet, weil der notwendige Mindestabstand nicht hätte eingehalten werden können. Bei den Truppaufgaben hingegen mussten die Teilnehmer unter Beweis stellen, dass sie Einsatzaufträge nicht nur handwerklich beherrschen, sondern auch in der Lage sind einen selbständigen Trupp zu führen und taktische Aufgaben eigenständig übernehmen. Geprüft wurde auch, ob sie auf Störungen und Probleme angemessen reagieren. Übungsannahme beim ersten Test war ein Garagenbrand, mit brennenden Reifen und einer Gasflasche, die zu explodieren drohte. Aufgabe der Truppführer-Azubis war die Unterstützung des Gruppenführers bei der Erkundung der Lage, die Beurteilung, wie weiter vorzugehen ist und eine Rückmeldung über Funk an die Einsatzleitung. Bei Aufgabe 2 ging Gefahr von einem Behältnis mit unbekannter Flüssigkeit aus, das in einer Waschhalle gelagert war. Die angehenden Truppführer sollten erkennen, dass es sich um Gefahrgut handelt, die Kennzeichnung des Stoffes entschlüsseln und alle gesammelten Informationen über Funk an die Einsatzleitstelle übermitteln. Zum Abschluss der praktischen Prüfung hatten die Floriansjünger einen Verletzten zu versorgen und zu betreuen. An einer Übungspuppe mussten Maßnahmen und Handgriffe einer Reanimation vorgeführt werden. Bei allen praktischen Prüfungen legten die Prüfer besonderes Augenmerk darauf, dass die Corona-Hygienevorgaben, wie Abstand halten, Mund-Nase-Bedeckung tragen, Desinfektion usw. eingehalten werden.

 

Trotz der widrigen Umstände mit einer Lehrgangsunterbrechung von mehr als vier Monaten zeigten die Teilnehmer sehr gute Prüfungsergebnisse. Lehrgangsleiter Manfred Deisberg war mit den Ergebnissen des schriftlichen Tests überaus zufrieden und die Schiedsrichter aus dem Inspektionsbereich Traunstein Land 2 bestätigten, dass auch die praktische Prüfung mit Bravour bestanden wurde.

 

Die Teilnehmer am „Truppführermodul“ kamen aus den Feuerwehren Bergen, Fridolfing, Hammer, Haslach, Heiligkreuz, Kay, Matzing, Nußdorf, Oberwössen, Palling, Petting, Ruhpolding, Seeon und Tittmoning.

 

Text: Peter Volk

Bilder: Josef Linner (Fach-KBM Ausbildung)

 

 

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