Pflichtaufgaben: Brandschutz, Technische Hilfe und Katastrophenschutz

Traunstein. Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein sind weiterhin für den abwehrenden Brandschutz und die Technische Hilfeleistung rund um die Uhr einsatzbereit. Zudem sind sie ein Bestandteil der Katastrophenhilfe und stehen für mögliche Einsatzaufträge mit Personal und Material auf Abruf. Freiwillige Leistungen hingegen, wie beispielsweise die Unterstützung bei Einkaufstätigkeiten im Rahmen der Bürgerhilfen, sind derzeit nicht möglich. Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus und somit den Ausfall von Teilen der Mannschaft bzw. ganzer Einheiten ist derzeit einfach zu hoch. Die Verantwortlichen des Kreisfeuerwehrverbandes bitten daher um Verständnis, dass in diesen Tagen die Aufrechterhaltung des gesetzlichen Pflichtauftrags Vorrang hat.

Rund 4500 Einsatzkräfte stehen den Feuerwehren von Reit im Winkl bis Engelsberg und von Petting bis Obing zur Verfügung. Innerhalb weniger Minuten sind sie bei Notfällen aller Art vor Ort. „Damit dieser schnelle Schutz auch weiterhin erhalten bleibt, müssen wir uns im Moment auf die Pflichtaufgaben konzentrieren“, informiert Kreisbrandrat Christof Grundner. Wenn Einheiten ausfallen, dann kommen die Helfer von weiter entfernt. Dies führt unweigerlich dazu, dass Hilfesuchende länger auf die Feuerwehren warten müssen oder die entscheidenden Minuten über den Einsatzerfolg auf Grund längerer Anfahrtswege verloren gehen.

Seitens der Kreisbrandinspektion des Landkreises Traunstein wurde für die gesamte Lage rund um den Virus ein spezielles Einsatzkonzept für die Feuerwehren heraus gegeben. Dies gilt als Richtschnur und Handlungsanweisung bei derartigen Einsätzen. Zudem wurde erlassen, dass bis auf weiteres Besprechungen, Versammlungen und Übungen ausgesetzt werden und auch der Ausbildungsbetrieb des Kreisverbandes ist bis auf weiteres eingestellt. Im Hintergrund wurde die „Feuerwehr-Führungsstelle“ Salzach im Gerätehaus der Feuerwehr Fridolfing aktiviert. Diese übt derzeit administrative Tätigkeiten wie beispielsweise die tagesgenaue Erfassung der landkreisweiten Kräfteübersicht und den Stand der Schutzausrüstungen aus.

In der Örtlichen Einsatzleitung im Landratsamt Traunstein steht ein „Fachberater Feuerwehr“ dem Stab zur Verfügung. Damit ist die Verbindung zwischen dem Katastrophenschutz und den Feuerwehren geschaffen. „Alle unsere Einheiten werden täglich über relevante Entwicklungen informiert“, erklärt der Fach-Kreisbrandmeister für Öffentlichkeitsarbeit, Hubert Hobmaier. Ein kontinuierlicher und schneller Informationsfluss bildet in diesen Tagen eine zentrale Aufgabe. Alle Einheiten brauchen derzeit eindeutige Informationen um ihre Aufgaben im Rahmen der „öffentlichen Gefahrenabwehr“ zuverlässig wahrnehmen zu können und auch weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Region im Notfall da zu sein.

 

Text und Bilder

Hubert Hobmaier

Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

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