„Corona“ – Im Landratsamt laufen alle Fäden zusammen!

Traunstein. Mit dem durch den Freistaat Bayern am 16.03.festgestellten Katstrophenfall laufen im Landratsamt alle organisatorischen und einsatztaktischenFäden für den Landkreis Traunstein zusammen. Als oberster Katastrophenschützer zeigt sich Landrat Siegfried Walch verantwortlich und bildet dabei die „politisch gesamtverantwortliche Komponente“. Ihm unterstehen somit alle Behörden und Organisationen, die zum Erreichen des Einsatzzieles notwendig sind. „Unser oberstes Ziel ist es, unsere Bürgerinnen und Bürger vor der Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich zu schützen und gleichzeitig Strukturen zu schaffen, den Betroffenen eine optimale fachliche und medizinische Hilfe zu gewährleisten“, so Landrat Walch.

Darüber hinaus zeigt er sich beeindruckt, wie professionell und in welcher Geschwindigkeit die beiden tragenden Säulen, der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) und die Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) ihre Arbeit aufgenommen haben. Kreisbrandrat Christof Grundner wurde zum Örtlichen Einsatzleiter bestellt. Zusammen mit seinem Führungsstab zeigt er sich zusammen mit Vertretern des Bayerischen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes, der DLRG, dem Technischen Hilfswerk, der Integrierten Leitstelle sowie den unterschiedlichen Polizeikräften für die sogenannte „operativ-taktische Komponente“ des Katastrophenfalles verantwortlich. „Dies beinhaltet sowohl den notwendigen Kräfte- als auch Materialeinsatz, welcher zur Bewältigung der Aufgaben notwendig ist. Die Stabsmitglieder und Fachberater bilden dabei die Bindeglieder zwischen den Einsatzleitungen der jeweiligen Organisation und der zentralen Einsatzleitung im Landratsamt“, so Grundner.

Als „administrativ-organisatorisch“ wird der Aufgabenbereich der FüGK bezeichnet. Die Gruppe setzt sich aus Verwaltungsmitarbeitern und den beteiligten Fachbehörden zusammen und wird von Landrat Siegfried Walch geleitet. Darüber hinaus bildet diese Säule die zentrale Schnittstelle zu der Regierung von Oberbayern bzw. dem Freistaat Bayern und ist das Bindeglied in die einzelnen Kommunen im Landkreis selbst.

Dieser Katastrophenfall stellt die Mitglieder der Einsatzleitung vor ganz besondere Herausforderungen. Eines der zentralen Themen ist die prognostizierte Dauer des Katastrophenfalles, der sich vermutlich über mehrere Wochen andauern wird. Ein weiteres ist das Ansteckungsrisiko unter den Mitarbeitern. Somit mussten alle Positionen mindestens zweifach besetzt werden, damit die Führungsfunktion erhalten bleibt. Dies beinhaltet auch die Aufgaben der höchsten Führungsfunktionen wie beispielsweise die des „Örtlichen Einsatzleiters“. Hier wurde Franz König vom Technischen Hilfswerk als ständiger Vertreter von Christof Grundner bestellt.

Darüber hinaus haben die Mitarbeiter der EDV-Abteilung des Landratsamtes sowie Florian Scholz von der Stabsstelle S6 „Information und Kommunikation“ der Örtlichen Einsatzleitung eine Kommunikationsstruktur aufgebaut, die von einem Telefonverzeichnis bis zu einem gemeinsamen Datentransfer oder auch Videokonferenzen reicht und Besprechungen vor Ort kaum noch nötig macht. „Unter Hochdruck haben wir uns einen Überblick über den Bedarf der einzelnen Strukturen verschafft und gemeinsam eine situationsangepasste Kommunikationsstruktur geschaffen, die dieser großen Einsatzlage gerecht wird“, erklärt Florian Scholz. Hob

Hubert Hobmaier, Örtliche Einsatzleitung; Stabsstelle S5

Bildquellen: Landratsamt Traunstein und Örtliche Einsatzleitung

 

Bilder:

Aufnahmen einer Lagebesprechung der Stabsmitglieder in der „Örtlichen Einsatzleitung“ sowie der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt Traunstein. Sämtliche Blaulicht-Organisationen nutzen die moderne Technik des Datenmanagements und arbeiten gemeinsam mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz an der Bewältigung desbayernweiten Katastropheneinsatzes „Corona“ im Landkreis Traunstein.

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