„Es bleiben oft nur Augenblicke um Entscheidungen zu treffen!“

Erlstätt. In wenigen Sekunden von Null auf Hundert. Tag und Nacht stehen die Feuerwehren bereit um in Notlagen zu helfen. Dabei tragen insbesondere Führungskräfte eine enorme Verantwortung für das erfolgreiche Handeln der Mannschaft und letztlich den gesamten Einsatzerfolg. Innerhalb kurzer Zeit müssen sie die Lage erfassen, eine Strategie entwickeln und die notwendigen Aufträge an die Mannschaft verteilen. „Seitens des Kreisfeuerwehrverbandes wollen wir unsere Frauen und Männer bestmöglich auf diese anspruchsvolle und fordernde Aufgabe vorbereiten“, erklärt der zuständige Fach-Kreisbrandmeister Florian Scholz aus Traunstein. 16 Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet haben dazu unlängst eine mehrtägige Führungskräfteausbildung durchlaufen.

„Bei einem Verkehrsunfall mit schwer eingeklemmten Personen oder einem Wohnungsbrand hast du schlichtweg nicht die Zeit um lange zu überlegen. Es bleiben oft nur Augenblicke um eine Entscheidung zu treffen“, bringt Kreisbrandinspektor Georg König aus Übersee die herausfordernde Aufgabe als Führungskraft auf den Punkt. Neben einem breiten Basiswissen ist die kontinuierliche Fortbildung von großer Bedeutung. Anhand zahlreicher praktischer Übungen erhalten die Teilnehmer in diesem Lehrgang aus der Reihe der Modularen Führungskräfteausbildung im Landkreis Traunstein (MFA) viele nützliche Informationen und sammeln Einsatzerfahrungen für den Dienst in ihrer Heimatfeuerwehr.

Sowohl junge Kameraden, die sich für die Führungskräftelaufbahn interessieren, als auch einsatzerfahrene Kräfte bilden die Zielgruppe in der Lehrgangsreihe MFA. Mit Wolfgang Sedlmayer (Nirnharting), Florian Haller (Rabenden), Michael Sturm (Staudach) und Mathias Besuch (Traunwalchen) waren sogar vier Kommandanten vertreten. Mit Bettina Zettl (Holzhausen), Silvia Lex und Katharina Stadler (beide Pietling) zeigen die Frauen, dass sie Führungsaufgaben gewachsen sind und in den Feuerwehren vor Ort Verantwortung übernehmen. Anton Rasbornig (Staudach), Patrick Rieperdinger (Grassau), Benjamin Földi (Tettenhausen), Martin Wallner (Stein), Matthias Mayer, (Nußdorf), Sebastian Ertl (Freutsmoos), Konrad Hochhäuser (Marquartstein), Josef Wiesholler (Chieming) und Tobias Hell (Engelsberg) machten den Lehrgang komplett.

Das Feuerwehrhaus in Erlstätt bildet für diesen Lehrgang den Dreh- und Angelpunkt. Von dort aus starten sämtliche Einsatzübungen und auch die Theorieinputs erfolgten im Lehrsaal des Hauses. Darüber hinaus haben sich die Mitglieder rund um den Kommandanten Michael Wimmer in der Durchführung maßgeblich beteiligt und beispielsweise die „Verletzten“ bei den zahllosen Einsatzübungen gespielt. „Ziel war es, die Inhalte so praktisch wie nur irgendwie möglich zu vermitteln. Gemessen an den Rückmeldung ist es uns gelungen, die Teilnehmer für Führungsaufgaben zu begeistern“ resümiert Florian Scholz und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu „es gibt ja auch nichts schöneres, als erfolgreich von einem Einsatz nach Hause zu fahren“. Hob

Text und Bilder

Hubert Hobmaier, Michael Wimmer

Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

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