Ein Dorf packt an – Allen voran die Feuerwehr!

Chieming. „Von einem Tag auf den andern, verändert es dein Leben“. Nichts ist mehr, wie es war. Erhält man die Diagnose Blutkrebs, so bricht eine Welt in sich zusammen. Es ist schön zu sehen, dass der Zusammenhalt in unseren Dörfern und Gemeinden doch vielerorts intakt scheint und auf seine Mitmenschen geachtet wird. Am Beispiel von Hart kann man sehr schön sehen, dass wenn es ernst wird, einfach zusammengehalten wird. Insbesondere die Feuerwehr mit ihrer Kommandantin Daniela Rottner sowie dem Stellvertreter Simon Endlicher und der gesamten Aktivenschar haben seit Wochen eine Typisierungsaktion zur lebensrettenden Knochenmarkspende geplant und durchgeführt. Der Kreisfeuerwehrverband Traunstein hat sie dabei unterstützt. Es ist gelungen, 281 Menschen zu typisieren und ein enormes Spendenaufkommen für die Unterstützung im Kampf gegen Leukämie zu erzielen.

Für Anni Maier und Schorsch Hunglinger, die als Initiatoren und Vertreter der Ortsvereine die Aktion quasi ins Leben gerufen haben, „wäre dies alles ohne die großartige Hilfe und Unterstützung der Feuerwehr gar nicht möglich gewesen“. Egal ob es die Räumlichkeiten, die Organisation von Brotzeit und Getränken oder Kuchenspenden oder die Werbung für diesen großen Tag in dem kleinen Dorf war, die Feuerwehr war immer voll dabei und hat alle ihre Möglichkeiten ausgeschöpft. Dabei haben sich nicht nur die Führungskräfte mächtig ins Zeug gelegt. Auch aus den Reihen der Aktiven gab es volle Unterstützung. Besonders lobend erwähnt die Kommandantin Maria Schauer, die quasi Tag und Nacht in den Vorbereitungsarbeiten involviert war.

Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein haben die Aktion nicht nur mitgetragen, sondern sind auch selbst zum Blutabnehmen nach Hart gefahren. Mit gutem Beispiel voran ging beispielsweise Kreisbrandinspektor Martin Schupfner aus Stein sowie Kreisbrandmeister Stefan Reichelt aus Chieming. Beide zeigten sich begeistert, was die Harter Feuerwehrler auf die Beine gestellt haben. So waren nicht nur die Feuerwehren der Gemeinde, also Chieming, Ising und Hart vor Ort. Unter anderem sind auch die Nachbarfeuerwehren aus Traunwalchen, Truchtlaching, Matzing, Stein an der Traun und Wolkersdorf gekommen. Sogar die Feuerwehr Inzell beteiligte sich mit einer Abordnung. Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein drücken ganz fest die Daumen, dass aus der Aktion ein passender Spender hervorgeht und es bald zu einer Knochenmarkspende kommt. Hob

Text und Bilder: Hubert Hobmaier

Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

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