Den letzten „Atemschutz-Feinschliff“ erhalten!

Landkreis Traunstein. Von den Grundlagen bis zum Spezialisten! 24 Frauen und Männer aus 12 unterschiedlichen Feuerwehren haben die drei Stufen der Aus- und Weiterbildung für Atemschutzgeräteträger des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein erfolgreich durchlaufen und sind nun perfekt für ihren ehrenamtlichen Einsatz vorbereitet. „Für den Bürger spielt es im Notfall keine Rolle, ob eine ehrenamtliche Einheit anrückt oder ob Einsatzkräfte einer Berufsfeuerwehr Hilfe leisten. Er erwartet eine schnelle und professionelle Hilfeleistung in jeder erdenklichen Notlage“, schildert der atemschutzverantwortliche Fachberater Alexander Erber.

In Bayern stehen rund 7700 Freiwillige Feuerwehren lediglich sieben Berufsfeuerwehren gegenüber. Im gesamten Landkreis Traunstein sind in sämtlichen Städten und Gemeinden die Einheiten rein ehrenamtlich organisiert. Speziell für den Bereich Atemschutz, ohne den heutzutage kaum ein Einsatz abgewickelt werden kann, ist deshalb ein sehr hohes Aus- und Weiterbildungsniveau von entscheidender Bedeutung, erklärt Fachkreisbrandmeister Stefan Thurner. Seiner Ansicht nach ist es sehr erfreulich, dass sämtliche Gemeinden sowie der Landkreis hinter dem dreistufigen Konzept stehen und somit die bestmögliche Ausbildung ihrer Feuerwehrangehörigen aktiv fördern.

Nun haben 24 Aktive aus dem gesamten Landkreis alle drei Kompetenzstufen erfolgreich durchlaufen und sind für ihre Einsatzaufgaben bestens vorbereitet. Beginnend mit einem zweiwöchigen Grundlehrgang zum Atemschutzgeräteträger an den Standorten in Traunstein und Trostberg, trainierten sie in Traunreut speziell das Vorgehen in der Wohnungsbrandbekämpfung. In Übersee folgte nun, aufgeteilt in zwei Blöcken, die sogenannte „Heißausbildung“, bei der die Frauen und Männer gezielt die Entwicklung vom kleinen Entstehungsbrand, über die Brandausweitung bis hin zur Rauchgasdurchzündung mit anschließendem einen Vollbrand eines Zimmers unter absolut realistischen Bedingungen kennen lernen konnten.

Als besonders erfreulich sehen die beiden Atemschutzverantwortlichen des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein die Entwicklung speziell bei den Frauen. An beiden Tagesschulungen waren drei Frauen mit von der Partie und standen ihren männlichen Kollegen in nichts nach, so die einhellige Meinung. „Frauen sind in unseren Feuerwehren flächendeckend integriert. Sie stehen ihren männlichen Kollegen gleichberechtigt gegenüber und packen genauso an“, freut sich Lehrgangsleiter Tobias Plenk aus Übersee. Lobende Worte findet er auch für die Ausbilder. „In allen Ebenen sind Kameraden aus unseren Reihen stets darauf bedacht, die Nachwuchskräfte bestmöglich auszubilden. Dieses ehrenamtliche Engagement verdient höchste Anerkennung“.

Die erfolgreichen Absolventen der Feuerwehren Bergen, Freutsmoos, Hart bei Chieming, Kirchanschöring, Nußdorf, Oberwössen, Otting, Tengling, Tittmoning, Palling, Petting und Übersee sind nun umfassend ausgebildet und verfügen über die Fertigkeiten, im Einsatzfall professionell und zielgerichtet tätig werden zu können. In ihren Feuerwehren werden sie weiterhin Schulungen, Übungen und Fortbildungen durchlaufen um am Ball zu bleiben. Darüber hinaus lassen sie neue Erkenntnisse und Informationen direkt vor Ort in ihre Organisation einfließen. Letztlich dient ihr persönlicher Einsatz, den Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Traunstein, welche in einer Notfallsituation auf die ehrenamtliche Hilfe der Feuerwehren vertrauen. Hob

Text und Bilder: Hubert Hobmaier; Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

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