Spiel, Spaß und Spannung beim Tag der Jugendfeuerwehr

Chieming/Hart. Ein lustiger Spielewettbewerb, Begegnung, Spaß und Kennenlernen und ein großes und interessantes Programm – das war der Tag der Jugendfeuerwehr im Landkreis Traunstein, zu dem am Samstag rund 450 Buben und Mädchen der Jugendfeuerwehren und zudem viele Besucher nach Hart kamen. Sieger des Spielewettstreits mit insgesamt 89 Mannschaften wurden die Jugendteams der Feuerwehren Eisenärzt, Ruhpolding und Vogling, die in den jeweiligen Altersklassen des „Dabeisein-ist-Alles-Wettbewerbs“ den 1. Platz belegten.

 

Im Mittelpunkt des Jugendfeuerwehrtreffens standen jedoch nicht Siegerpokale und –titel, sondern Spiel, Spaß, Spannung, Teamarbeit und kameradschaftliches Miteinander. Die Jugendlichen genossen einen erlebnisreichen Tag, die gute Stimmung und das vielfältige und bereichernde Rahmenprogramm, bei dem bei weitem nicht alles nur auf „Feuerwehr“ getrimmt war.

 

Offiziell eröffnet wurde der Jugendfeuerwehrtag von Andreas Danzer, stellvertretender Landrat. Der Tag der Jugendfeuerwehr im Landkreis Traunstein sei für die Jugendlichen nicht nur ein aufregender Tag mit einem Spielewettbewerb, sondern ein speziell für junge Menschen organisiertes Treffen, für alle, die sich mit viel Herz ehrenamtlich in den Feuerwehren engagieren. „Ehrenamt bei den Feuerwehren bedeutet immer wieder Übung und Schulung, wird jedoch mit der Freude am Helfen und dem guten Gefühl belohnt zu einer eingeschworenen Gemeinschaft zu gehören.“ Danzer bat die jungen Leute, bei der Feuerwehr aktiv zu bleiben, deren Werte zu pflegen und die Fahne der Feuerwehr weiterhin hoch zu halten.

 

Schauplatz des Jugendtreffens und der „Feuerwehr-Spiele“ war das Feuerwehrhaus und die Hillecker Straße mit den dortigen Gewerbebetrieben. Die vierköpfigen Jugendteams hatten pfiffige Aufgaben zu bewältigen, bei denen Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Zusammenarbeit ebenso das berühmte Quentchen Glück notwendig waren, um erfolgreich zu sein und Pluspunkte einzuheimsen. Erste Aufgabe der Teammitglieder war es einen Kübel voller Wasser auf einem Schubkarren durch einen Hindernisparcours zu steuern. Dazu wurden dem Karrenschieber die Augen verbunden und er musste auf Kommando eines Mitspielers handeln. Zudem musste der blinde Mitspieler das transportierte Wasser in eine Kübelspritze einfüllen. Da floss einiges Wasser daneben vorbei. Dann war kräftiges Pumpen angesagt, um mit der Kübelspritze Tennisbälle von Pylonen zu spritzen. Bei Spiel 2 versuchten die Teammitglieder durch Ausrollen eines C-Schlauches möglichst viele Flaschen umzuwerfen. Jede Flasche trug eine Zahl - die Gesamtzahl der umgeworfenen Flaschen wurde in die Wertung aufgenommen. Als weitere Aufgabe waren, vier Saugschläuche zusammenzukuppeln, vier Tennisbälle mussten durch den Saugschlauch hindurch und die Bälle waren in abgelegte Autoreifen zu werfen, was unterschiedliche Punkte einbrachte. Beim vierten Spiel lagen Gerätschaften auf einer Krankentrage und diese musste über einen Heuballen, unter Biertischen hindurch, auf einem Balancierbalken entlang und schließlich über einen Steg aus Getränkekisten getragen werden. Dabei durften die Geräte nicht herunterfallen und auch die vier Teammitglieder nicht vom Balken oder den Kisten treten.      

 

Neben den Spielen, die auch den Zuschauern viel Spaß machten, war ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten, mit zwei großen Schauübungen und der Ausstellung von Feuerwehr-Fahrzeugen, wie das Einsatzleitfahrzeug der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL). Besondere Attraktionen gab es bei der Verkehrswacht mit einem Simulator und einem Test der Fahrtüchtigkeit bei aufgesetzter „Rauschbrille“. Das Rote Kreuz stellte einen Krankenwagen der Schnelleinsatzgruppe vor, das Technische Hilfswerk (THW) präsentierte Einsatzfahrzeuge und ihre Jugendarbeit, die Bundeswehr stellte berufliche Perspektiven bei der Truppe vor, mit einem Kran konnten die Jugendlichen in luftige Höhe entschweben und die Landschaftspflege Mayer lud zur Schubkarren-Rally ein. Bei den sommerlichen Temperaturen drängten die Teilnehmer und Betreuer an die Bar, wo erfrischende alkoholfreie Getränke als „Feuer- und Durstlöscher“ angeboten wurden. Beliebter Hintergrund für ein Selfie oder Gruppenfoto waren mehrere Oldtimer-Löschfahrzeuge. Für musikalische Umrahmung sorgte Radio BUH und die Band der Musikschule Traunstein.

 

Der Jugendtag endete mit der Siegerehrung durch Kreisbrandrat Christof Grundner. Die jeweils Erstplatzierten der drei Altersgruppen erhielten Geschenke und Gutscheine. Dabei durfte Feuerwehrmaskottchen Grisu nicht fehlen. Grundner würdigte die hervorragende Durchführung des Tages der Jugendfeuerwehr und dankte insbesondere den Bezirksjugendwarten Martina Steinmaßl und Konrad Unterstein, die zusammen mit den Aktiven und der Vorstandschaft der Feuerwehr Hart einen ausgeklügelten und pfiffigen Spielewettbewerb und ein vielfältiges Rahmenprogramm zusammenstellten. Zum Abschluss des Jugendtages wurde der Jugendwimpel des Kreisfeuerwehrverbandes an die Feuerwehr Kirchanschöring übergeben. Dort findet Ende August als besondere Jubiläumsveranstaltung zum 25. Bestehen des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein erstmals ein Jugendzeltlager statt.

 

 

Zu den Bildern: Die letzten drei Bilder zeigen die Siegerteams:
Eisenärzt 2 (Altergruppe 12-14 Jahre)
Ruhpolding 1 (Altersgruppe 15-16 Jahre)

Vogling 2 (Altersgruppe 17-18 Jahre)

 

Text und Bilder: Peter Volk

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