Fachlehrgang „Technische Hilfeleistung“: 24 Teilnehmer mit sehr gutem Abschluss

Die Handhabung von Geräten zur technischen Hilfeleistung ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung eines Feuerwehr-Dienstleistenden. Im Fachlehrgang „Technische Hilfeleistung“ wird den Teilnehmern unter anderem der geschulte Umgang mit hydraulischen Rettungsgeräten (Schneidgerät, Spreize, Rettungszylinder) sowie mit Hebe- und Dichtkissen, Rettungssägen und Trennschleifern gezeigt. 

Im östlichen Landkreis Traunstein (Inspektionsbereich Traunstein Land 3) ist der Lehrgang als modulares Konzept aufgebaut. Die Themenbereiche werden in Theorie und mit praktischen Übungen an unterschiedlichen Schulungsorten geschult. Dementsprechend übernahmen die verschiedenen Feuerwehren jene Ausbildungsthemen, die vor Ort am besten zu vermitteln und für die die entsprechende Geräteausrüstung zur Verfügung steht. 

Für den diesjährigen Lehrgang wurden die Ausbildungsunterlagen komplett überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Alternative Antriebe moderner Fahrzeuge spielen auch im Einsatzalltag der Feuerwehr eine immer größere Rolle. Deshalb wurde dies als neuer Ausbildungsinhalt in den Schulungsplan mit aufgenommen. 

Beim jüngsten Lehrgang wurden 24 Teilnehmer an mehreren Ausbildungsabenden in den Gerätehäusern der Feuerwehren Waging, Taching, Kirchanschöring, Tittmoning, Kay und Wonneberg geschult. Die abschließende Prüfung fand Anfang April statt. Die Kursteilnehmer musste sich dabei einer theoretischen wie praktischen Prüfung unterziehen, die bei der Feuerwehr Fridolfing abgenommen wurde. Nachdem das erlernte Wissen durch die theoretische Prüfung unter Beweis gestellt war, folgten im Anschluss zwei Übungen, bei denen die praktischen Fähigkeiten demonstriert werden mussten. Unter realistischen Bedingungen war ein Einsatz der technischen Hilfeleistung „abzuarbeiten“ und das Erlernte musste in die Tat umgesetzt werden. 

Bei der Prüfung wurden testweise auch akkubetriebene Rettungsgeräte eingesetzt. Die Resonanz der Teilnehmer war durchwegs positiv. Beide Prüfungsteile wurden von den Teilnehmern mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen. 

Am Ende des Lehrganges lobten die Teilnehmer die Ausbildung und Kursinhalte, die von allen ausrichtenden Feuerwehren intensiv vorbereitet und mit großem Eifer und Engagement vermittelt wurden. Lehrgangsleiter Matthias Seidenfuß zog ein überaus positives Fazit zur Modulausbildung und bedankte sich bei Josef Linner (Fach-Kreisbrandmeister Ausbildung), Günter Wambach (Kreisbrandinspektor), Hans Heinrich (Kreisbrandmeister) und Georg Fleischer (Kreisbrandmeister), die die Durchführung der praktischen Prüfungsbestandteile unterstützten. Gewürdigt wurde auch die Firma "Kfz Mangs" aus Kay. Johann Mangs war am Prüfungstag mit einem E-Auto vor Ort und informierte in einer sehr anschaulichen Unterweisung über die Gefahren und Sicherheitseinrichtungen bei Elektrofahrzeugen.

Alle Verantwortlichen würdigten die ausgezeichnete Vorbereitung der Lehrgangsinhalte und bedankten sich bei allen Ausbildern für die professionelle Ausbildung. Sie wünschten den Florianjüngern, dass die häufig schwierigen Einsätze der technischen Hilfeleistung und Menschenrettung stets unfallfrei verlaufen mögen und die Floriansjünger nach dem Einsatz stets gesund heimkehren. Anschließend wurden die theoretischen Prüfungsfragen besprochen und die Zeugnisse übergeben. Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Mittagessen. 

Text: Sabine Heinrich (Pressebetreuung Land 3) und Matthias Seidenfuß (Ausbildungsleiter THL) 
Fotos: Matthias Seidenfuß (Ausbildungsleiter THL) und Michael Prams (FF Fridolfing)

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