Flamme und Wassertropfen als neues Logo

Traunstein. Das Wappen des Landkreises Traunstein mit blauem Panther, schwarzem Adler des einstigen Bistums Chiemsee und einer weißen Burg als Wappensymbol des Klosters Baumburg in Kombination mit dem Feuerwehrdienstabzeichen mit Flamme, Axt und Steuerrad – das war seit 1994 das Logo des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein. Künftig wird das Erkennungszeichen der Feuerwehren im Landkreis wesentlich schlichter aussehen: Ein Flammensymbol und seitlich eingeschoben ein Wassertropfen, darunter der Schriftzug „Feuerwehren Landkreis Traunstein“.

Diese und einige weitere Neuheiten und Veränderungen gab Kreisbrandrat Christof Grundner bei der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes bekannt. „Die Feuerwehren leben im Spannungsfeld zwischen Tradition und Fortschritt“, machte Grundner zu Beginn der Versammlung deutlich. Veränderung erfordere Mut sich von Bewährtem zu trennen und bedeute Umbruch und Wandel. Grundner, seit gut einem Jahr Kreisbrandrat und damit oberster Feuerwehrmann im Landkreis Traunstein betonte, dass die Zeit für Veränderungen gekommen sei. Ein Vierteljahrhundert nach Wiedergründung des Kreisfeuerwehrverbandes wolle er, zusammen mit seinen Führungskräften, die Zukunft der Feuerwehren im Landkreis begleiten und mitgestalten.

Die Entwicklung bis zum Entwurf des neuen Logos stellte Markus Aichhorn von der Agentur Kruse den Kommandanten vor. Danach fragte Kreisbrandrat Grundner die Versammlungsteilnehmer nach ihrer Meinung und Dreiviertel stimmten dem neuen Logo grundsätzlich zu. Deshalb wird es nur noch geringe Korrekturen in Bezug auf die Farben geben. Das neue Logo ist damit der erste große Schritt zu einem völlig neuen Corporate Design des Kreisfeuerwehrverbandes.

Neu ist auch, dass Grundner als Kreisbrandrat nicht ehrenamtlich tätig, sondern Mitarbeiter des Landratsamtes ist. Er ist in Person die Brandschutzdienststelle, vertritt die Belange des abwehrenden und vorbeugenden Brandschutzes und gibt als „Träger öffentlicher Belange“ Stellungnahmen ab. Im letzten Jahr wurden von Grundner 226 Stellungnahmen zum vorbeugenden Brandschutz erstellt.

Als Kreisfeuerwehrarzt vorgestellt wurde Dr. Hubert Pilgram, Leitender Oberarzt an der Kreisklinik Trostberg und aktives Mitglied der Feuerwehr Emertsham. Pilgram leitet den Fachbereich 8 „Ärztlicher Dienst und Gesundheitswesen“ des Kreisfeuerwehrverbandes. Dr. Holger Hübner aus Grabenstätt ist nach wie vor Leiter des Fachbereiches 13 „Psychosoziale Notfallvorsorge (PSNV) und Seelsorge“ und damit Leiter des Helfer-Interventions-Teams (HIT) des Kreisfeuerwehrverbandes, das aktiven Feuerwehrdienstleistenden nach belastenden Einsätzen kameradschaftliche Hilfe und Beistand leistet.

Auch im Feuerwehrwesen nimmt der Datenschutz eine immer größere und bedeutendere Rolle ein. Als Fachberater „Daten und Kommunikation“ wird sich künftig Maximilian Bogner dem Thema annehmen. Zusammen mit Thorsten Lohner leitet er den Fachbereich 7 und die Arbeitsgruppe 2 „Datenschutz“. Neu im Team der Kreisbrandinspektion ist Florian Scholz als Fachkreisbrandmeister „Taktik und Führung“. Weil es an den Staatlichen Feuerwehrschulen viel zu wenige Ausbildungsplätze für Führungskräfte gibt, will Grundner die Führungsdienstgrade auf Kreisebene aus- und fortbilden. Jährlich gibt es allein für den Landkreis Traunstein einen Bedarf von rund 80 Schulungsplätzen. Etwa für die Hälfte stehen jährlich Schulungsplätze an den Feuerwehrschulen bereit, die andere Hälfte blieb bislang ohne die Fachausbildung. Scholz stellte ein entsprechendes Ausbildungskonzept vor und informierte über den Stand der aktuellen Planung dafür.  Erste Lehrgänge sollen voraussichtlich im Herbst stattfinden. pv.

Bericht und Bilder: Peter Volk

Bilder - Impressionen von der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein.

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