Lehrreiche Feuerwehr-Einsatzübung in Stein an der Traun

Traunreut/Stein. Nachdem lange Zeit keine größeren Feuerwehrübungen möglich war, nutzen die Feuerwehren Stein und Altenmarkt Anfang Mai die Möglichkeit, in einem Wohngebäude der Firma Geyer-Holz eine umfangreiche Atemschutzübung durchzuführen. 45 Aktive beider Feuerwehren beteiligten sich daran. „Man merkt schon, dass das praktische Training nach zwei Jahren Pause fehlt. Deshalb sind wir froh, dass wir nun wieder üben dürfen und können“, so die beiden Hauptorganisatoren Helmut Braml und Christian Weidinger im Gespräch mit dem KREISFEUERWEHRVERBAND TRAUNSTEIN.

 

Angenommen war ein Zimmerbrand mit mehreren vermissten Personen. Als die beiden Feuerwehren am Übungsobjekt eintrafen, starteten sie zunächst einen ersten Angriff in das Gebäude. Mehrere Atemschutztrupps machten sich zur Brandbekämpfung und Menschenrettung auf den Weg. Dabei gingen sie über das Treppenhaus des mehrgeschossigen Gebäudes vor und brachten tragbare Leitern in Stellung, um von außen in die oberen Stockwerke zu gelangen.

Innerhalb kurzer Zeit war die erste Person aufgefunden und wurde ins Freie gebracht. Nach etwa zwanzig Minuten hatten die Atemschutzkräfte alle drei vermissten Personen aus dem Gebäude gerettet und an die Verletztensammelstelle übergeben. Premiere feierte die Hygienekomponente, des in Stein stationierten Dekontaminationsfahrzeugs. In Form von diversen Waschmöglichkeiten auf Rollcontainern können sich die eingesetzten Kräfte nach dem Einsatz einer ersten Reinigung unterziehen.

 

Neben der eigentlichen Brandbekämpfung lies Einsatzleiter Bernd Neugebauer eine Wasserversorgung vom Hydranten und dem nahegelegenen Mühlbach aufbauen, damit die Löschmannschaften auf ausreichend Löschwasser zurückgreifen konnten. Als Einsatzleitfahrzeug fand das Mehrzweckfahrzeug aus Altenmarkt Verwendung. Mehrere Einsatzkräfte erstellten dort Lagekarten und dokumentierten die Abläufe.

 

Nach rund einer Stunde waren alle gesteckten Übungsziele erreicht und die Floriansjünger trafen sich zur Nachbesprechung. Stefan Helmel, der zuständige Kreisbrandmeister, war als Übungsbeobachter vor Ort. „Ich bin sehr froh darüber, dass die Feuerwehren nach der Zwangspause jetzt wieder umfangreichere Übungen durchführen können. Dadurch wird die Zusammenarbeit gestärkt und die Abläufe gehen flüssiger von der Hand“, so sein Fazit am Ende der Übung. Hob

 

Text: Hubert Hobmaier Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Bilder: Daniela Steiner, Kreisfeuerwehrverband Traunstein

 

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