Erste Absolventen der neuen dreistufigen Grundausbildung

Tittmoning. Erstmals seitdem die Grundausbildung bei den Feuerwehren im Landkreis Traunstein auf die neue Modulare Truppausbildung (MTA) umgestellt wurde, haben 27 Frauen und Männer alle drei Module erfolgreich durchlaufen und stehen nun ihren Gemeinden als vollwertige Einsatzkräfte zur Verfügung. Die Feuerwehren im östlichen Landkreis griffen bei dem Lehrgang auf die Turnhalle in Kay zurück, damit man die Theorieeinheiten mit ausreichend Abstand durchführen konnten.

Die Feuerwehrgrundausbildung wurde auf das bayernweit einheitliche MTA-Konzept umgestellt und besteht nun aus dem Basismodul (Teil 1), dem Funkmodul (Teil 2) und dem Abschlussmodul (Teil 3). Dabei setzen die Verantwortlichen der Landkreisausbildung auf eine Mischung zwischen Lerneinheiten direkt in den Feuerwehren sowie den drei Teilmodulen mit Zwischen- bzw. Abschlussprüfungen durch den Kreisfeuerwehrverband Traunstein.

Nach der erfolgreichen Ausbildung kann ein Feuerwehrdienstleistender mit MTA-Qualifikation Führungsaufgaben in einem Trupp, also für zwei bis drei Einsatzkräfte übernehmen. Erstmals haben diese neue Ausbildungsform 27 Feuerwehrler der Feuerwehren Kay, Asten, Petting, Nirnharting, Pietling, Kirchheim, Tittmoning und Palling erfolgreich absolviert und den Grundstein für eine breite Aus- und Weiterbildungspalette innerhalb der Feuerwehr gelegt.

Damit man für einen sicheren Ablauf insbesondere in den Theorieblöcken sorgen konnte, wurden diese in der Turnhalle in Kay abgehalten. „Ich danke dafür insbesondere den Helfern der Feuerwehr Kay, die sich in den Vorbereitungen so großartig engagiert hatten und die Turnhalle in einen Lehrsaal verwandelten“, so Günter Wambach in seiner Funktion als Lehrgangsleiter.

Inhaltlich befassten sich die Teilnehmer beim Abschlussmodul unter anderem mit der Hygiene im Einsatz, den verschiedenen Einheiten im Löscheinsatz sowie den Aufgaben bei der Technischen Hilfeleistung. Da Einsatzkräfte auch mit seelischen und psychischen Belastungen konfrontiert werden, erfolgte durch Josef Grundl vom Helferinterventionsteam des Kreisfeuerwehrverbandes zudem eine Unterrichtseinheit mit dem Themenschwerpunkt „Psychosoziale Notfallversorgung“ (PSNV).

Insgesamt traten die Teilnehmer bestens vorbereitet zu ihren Truppaufgaben am Abschlussabend an und stellten ihr erlerntes Wissen den Kreisbrandmeistern Hans Heinrich und Georg Fleischer sowie dem restlichen Prüferteam bestehend aus Schiedsrichtern und Führungskräften der beteiligten Feuerwehren unter Beweis. Alle 27 Teilnehmer haben auf Anhieb bestanden und durchwegs gute Ergebnisse erzielt. Hob

 

Text und Bilder

Daniela Rottner, Hubert Hobmaier

Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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