Trostberger #WirFahrenRot Tag bestens besucht!

Trostberg. Die Feuerwehr Trostberg sowie der Kreisfeuerwehrverband Traunstein haben mit dem Tourstop am Vormarkt den Geschmack des Publikums voll getroffen. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, einschließlich einer Fahrt mit der Drehleiter in luftige Höhen sorgte für eine durchwegs gut besuchte Veranstaltung bei bestem Wetter. Zudem darf sich die Feuerwehr über neue Mitglieder freuen.

„Ich habe mich gerade für die Jugendfeuerwehr angemeldet“, berichtet Julius (12 Jahre) stolz. Marco (11 Jahre) der erst im Frühjahr 12 Jahre alt wird, hat sich den Anmeldebogen mitgenommen, damit es dann schnell geht, wie er berichtet. Für Emil (9 Jahre), der alle Feuerwehrautos der Trostberger Wehr mit Namen und Ausrüstung kennt muss noch ein wenig warten, bis er zur Feuerwehr darf.

Doch alle drei Jungs sind von der Arbeit, die von der Feuerwehr geleistet wird, begeistert. Julius erzählt, dass er sich schon immer für Fahrzeuge interessiert hat. „Ich find die dicken Autos von Abschleppdienst, THW oder anderer Hilfsorganisationen einfach klasse. Am Computer spiele ich immer mit verschiedenen Simulatoren. Aber ich möchte diese Fahrzeuge, auch die Feuerwehrautos auch einmal selbst fahren,“ gibt er sich zuversichtlich.

Beim Aktionstag #wirfahrenrot des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein hatten nicht nur die Jungs, sondern auch Erwachsene mit ihren Kindern die Gelegenheit, sich über die Tätigkeit der Feuerwehr zu informieren. In Trostberg stand die Absturzsicherung und das Löschen mit Feuerlöschern im Mittelpunkt. Julius und Marco haben es gleich ausprobiert. Sie ließen sich Hüftsitzgurt, Helm, Karabiner und Sicherungsleine anlegen und befanden: „Das ist alles ganz schön schwer“. Die Feuerwehrmänner erklärten, dass sie schon so einige Übungen in Vollausrüstung absolviert haben.

„Zur Übung gehört es, dass man auch einmal einen Kran hochklettern muss“ berichtet der 1. Kommandant Hans-Peter Heimbach. Begeistert haben nicht nur die modernen Einsatzfahrzeuge, auch das von Hans Eder ausgestellte und liebevoll restaurierte Feuerwehrfahrzeug aus dem Jahre 1951, zeigte sich als Publikumsmagnet. „Es sind weitgehend die Originalteile zu sehen. Nur die Schläuche sind ausgewechselt. Die waren zu kaputt.“

Großen Andrang gab es auch an der Löschstation. Hier konnten auch die kleinsten an der Hand von Mama, Papa oder Jugendfeuerwehr ihre ersten Löschversuche mit dem Feuerlöscher machen und eine kleine Gasflamme ablöschen. Besonders Mutige wagten den sich mit der Drehleiter in luftige Höhen. Als Belohnung gab es bei strahlendem Sonnenschein einen herrlichen Blick über die Stadt und die Region.

Eva Pregler, Jugendfachberaterin der KFV, freut sich über den Andrang in der Stadtmitte Trostbergs. „Selbst die kleinen Kinder können schon an das Thema Feuerwehr herangeführt werden, auch wenn ein Beitritt zur Jugendfeuerwehr erst ab 12 Jahren möglich ist. Die Feuerwehr steht bei den Kindern immer hoch im Kurs, da gilt es anzusetzen und die Begeisterung bis zum Beitrittsalter hochzuhalten.“

Mit kleinen Geschenken aus der großen Kinderkiste, gewonnen am Glücksrad, kann man erste Freundschaftsbande zur Feuerwehr knüpfen und sich auch erhalten, gibt sich Eva Pregler überzeugt. Nicht zuletzt mit solchen Aktionen, Anwerbetage oder Tage der offenen Tür wird das Interesse geschürt, ist Hans-Peter Heimbach überzeugt.

 

Text und Bilder

Tinne Limmer

Hubert Hobmaier (Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

Feuerwehr Trostberg

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