„Wetterkapriolen machen vor Corona keinen Halt!“

Der Lockdown wird für die Feuerwehren zunehmend problematisch. Wenn eine regelmäßige Ausbildung nicht möglich ist, dann kann dies zu schweren Problemen bei der Bewältigung von Einsätzen führen. Bei einem, unter strengen Hygienevorschriften durchgeführten Lehrgang, konnten nun 12 Einsatzkräfte im Umgang mit der Motorsäge geschult werden.

Landkreis Traunstein. Die flächendeckende Zwangspause für den Lehr- und Ausbildungsbetrieb der Feuerwehren wurde zusehends zum Problem. Nun sind in Bayern zwingend erforderliche Ausbildungen und Übungen wieder möglich. „Besonders bei Unwettereinsätzen kommt flächendeckend die Motorsäge zum Einsatz. Diese gilt jedoch unter den Unfallversicherungsträgern als eines der gefährlichsten Geräte, was eine Ausbildung unserer Aktiven unerlässlich macht“, so Josef Linner vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein.

Zwölf Teilnehmer der Feuerwehren Fridolfing, Haslach, Kay, Kienberg, Kirchheim, Matzing, Rottau, Seeon, Siegsdorf, Staudach und Surberg hatten nun die Möglichkeit, den Grundlehrgang „Umgang mit der Motorsäge“ zu durchlaufen. An zwei Tagen wurde ihnen Wissen über Unfallverhütung, Wartung und Pflege sowie Schnitttechniken beigebracht, welche sie am zweiten Ausbildungstag in der Praxis umsetzen konnten.

„Es ist niemanden geholfen, wenn wir Feuerwehren im Lockdown verharren und es bei Einsätzen zu Komplikationen kommt, da den Aktiven die Ausbildung fehlt“, so Kreisbrandrat Christof Grundner im Gespräch mit dem Kreisfeuerwehrverband Traunstein. „Deshalb haben wir uns entschieden, für diesen Lehrgang ein Hygienekonzept zu erstellen und diesen nach der behördlichen Genehmigung durchzuführen“, so Christof Grundner.

„Diese Einschätzung teilen anhand der Rückmeldung auch die Feuerwehren vor Ort. Die Einhaltung der Mindestabstände und die Verwendung der entsprechenden Schutzausrüstung ist mittlerweile flächendeckend bekannt und wird wie selbstverständlich angewendet“, so Ausbildungsleiter Josef Linner. Wenngleich es zu einem deutlichen Mehraufwand in der Lehrgangsvorbereitung kommt, so zeigen sich die Lehrgangsleiter und Ausbilder aus allen Bereichen sehr konstruktiv in der Erstellung der Hygienekonzepte.

„Letztlich sind ja am Ende alle froh, wenn die Feuerwehr im Fall der Fälle schnell und professionell zur Stelle ist, den Wetterkapriolen machen nun mal vor Corona keinen Halt“, so Christof Grundner. Im Gerätehaus der Feuerwehr Traunstein herrschten von den räumlichen Verhältnissen sehr gute Bedingungen und die Stadt Traunstein hat für den praktischen Abschnitt einen Teil des Bürgerwaldes nahe Sparz zur Verfügung gestellt.

 

Text

Daniela Rottner, Hubert Hobmaier

Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

 

Bilder

Teilnehmende Feuerwehren

 

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Der Lockdown wird für die Feuerwehren zunehmend problematisch. Wenn eine regelmäßige Ausbildung nicht möglich ist, dann kann dies zu schweren Problemen bei der Bewältigung von Einsätzen führen. Bei einem, unter strengen Hygienevorschriften durchgeführten Lehrgang, konnten nun 12 Einsatzkräfte im Umgang mit der Motorsäge geschult werden.

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