„In 112 Sekunden stand alles in Flammen!“

Traunstein. Vor wenigen Wochen waren die GALILEO Reporter Harro und Claire bei den Feuerwehren im Landkreis Traunstein zu Gast und haben in einem Experiment gezeigt, wie schnell ein Christbaum vollständig in Flammen steht. Gerade jetzt, wo Kerzenschein und offenes Feuer in vielen Wohnungen für eine schöne Stimmung sorgen, lauern mit zunehmender Trockenheit der Weihnachtsdekorationen Brandgefahren. Wenn ein paar Dinge beachtet werden, können diese Gefahren umgangen werden. Sollte doch einmal etwas passieren, die Feuerwehren sind rund um die Uhr unter der Notrufnummer 112 zu erreichen und binnen weniger Minuten an der Einsatzstelle.

Fach-Kreisbrandmeister Stefan Thurner hat über Pro7 die Anfrage erhalten, ob in der Atemschutzübungsanlage für die Heißausbildung des Kreisfeuerwehrverbandes ein weihnachtliches Experiment für die Fernsehsendung GALILEO durchgeführt werden könne. „Da unsere Anlage dafür geradezu prädestiniert ist, haben wir auch sofort ja gesagt und waren wirklich gespannt, wie schnell ein Christbaum unter Laborbedingungen vollständig in Flammen steht!?“, so Stefan Thurner im Gespräch mit dem Kreisfeuerwehrverband Traunstein.

In diesem Versuch brannte der Strohstern an der Spitze des Baumes in gerade einmal 112 Sekunden, „dies sind somit weniger als zwei Minuten bis das Feuer eine Größe erreichte, bei der einfache Löschmittel wie Feuerlöscher an ihre Grenzen stoßen um einen Entstehungsbrand zu löschen“, so der Spezialist für die Brandbekämpfung sowie Atemschutzausbildung und erklärt weiter, „mit einigen wenigen Vorbereitungen sowie der Berücksichtigung von ein paar Spielregeln zur Weihnachtszeit kann man eine Katastrophe in den eigenen vier Wänden weitestgehend verhindern“.

Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen, Unachtsamkeit ist in den Weihnachtstagen Brandursache Nummer 1 und führt zu den meisten Feuerwehreinsätzen. Wenn man sie auch gerne griffbereit hat, Streichhölzer und Feuerzeuge sollten stets kindersicher verwahrt werden. Achten Sie beim Aufstellen von Kerzen auf einen geeigneten Standort, bitte meiden sie die Nähe zu leicht brennbaren Materialen wie Vorhänge oder Kunststoffteile. Achten Sie bitte darauf, dass Kerzen keiner starken Zugluft ausgesetzt sind und stets auf einem standsicheren, nicht brennbaren Untergrund stehen.

Löschen Sie heruntergebrannte Kerzen rechtzeitig ab. Insbesondere Tannenzweige aber auch andere Naturprodukte trockenen in den Wohnräumen sehr schnell aus. Dadurch wird eine schnelle Brandausbreitung extrem gefördert. Halten Sie ein entsprechendes Löschmittel griffbereit. Es reicht für einen kleinen Entstehungsbrand bereits ein gefüllter Eimer mit Wasser. Sollten Sie einen geprüften und funktionierenden Feuerlöscher in der Nähe haben, so ist dies natürlich ideal!

Achten Sie bei elektrischen Geräten insbesondere Lichterketten darauf, dass sie die Steckdosen nicht überlasten und die elektrischen Verbraucher mit einem „VDE- Prüfsiegel“ versehen sind. Rauchwarnmelder sind ein guter Schutz, insbesondere nachts warnen sie frühzeitig. Achten Sie darauf, dass die Geräte betriebsbereit sind und prüfen Sie diese regelmäßig.

Sollte es in den eigenen vier Wänden doch einmal zu einem Brand kommen, sollte ein Löschgerät für Entstehungsbrände zur Verfügung stehen. Ein handelsüblicher Feuerlöscher oder ein mit Wasser gefüllter Eimer eignen sich für derartige Kleinbrände ganz hervorragend. Bringen Sie sich jedoch nicht selbst in Gefahr. Bitte verlassen Sie die Wohnung schnellstmöglich und informieren Ihre Mitmenschen. Sollte es noch möglich sein, schließen Sie die Türe zum Brandraum.

Selbst bei kleinen Bränden, die sie selbst löschen konnten, sollten Sie nicht zögern und unter der Notrufnummer 112 die Feuerwehr umgehend zu informieren. Dies wird dann mit moderner Technik wie beispielsweise einer Wärmebildkamera nochmals alles kontrollieren, damit keinen Glutnester vorhanden sind, die dann in weiterer Folge einen größeren Schaden anrichten. Hob

 

Text und Bilder

Hubert Hobmaier, Stefan Thurner

Kreisfeuerwehrverband Traunstein

 

Bildtext

Das GALILEO Experiment in der Atemschutzübungsanlage der Feuerwehren im Landkreis Traunstein hat es gezeigt, in 112 Sekunden brannte der Christbaum in voller Ausdehnung. Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein geben einige Tipps, wie man Brände in der Weihnachtszeit verhindern kann. Sollte doch einmal etwas passieren so sind die Feuerwehren im Landkreis Traunstein rund um die Uhr unter der Notrufnummer 112 erreichbar!

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