Spezialtechnik aus Freising kommt in Traunstein zum Einsatz

Traunstein. Einen Tag nach den heftigen Regenfällen in der Region waren viele Feuerwehren immer noch im Einsatz um die restlichen Einsatzstellen abzuarbeiten. Vielerorts wurden sie von den gemeindlichen Bauhöfen und Straßenmeistereien unterstützt. Zudem wurden aus dem Landkreis Freising Spezialfahrzeuge mit der Ausrüstung zur Behebung von Wasserschäden in die Region entsandt. Diese halfen in Übersee den örtlichen Kräften bei der Behebung von Wasserschäden. Für den Landkreis Traunstein ist ein durch den Freistaat Bayern finanziertes Fahrzeug für das kommende Jahr zugesagt.

 

„Den hätten wir gestern wirklich gut gebrauchen können“, resümiert Kreisbrandrat Christof Grundner über den Einsatz des Gerätewagens Hochwasser aus Freising. Die Gemeinden in der Region und der Landkreis Traunstein haben natürlich ihre Hausaufgaben gemacht und in den vergangenen Jahren viel in den Hochwasserschutz und in die Ausrüstung ihrer Feuerwehren investiert. „Darüber hinaus gibt es aber trotzdem Ausrüstungsgegenstände, die nicht flächendeckend vorgehalten werden können. Darunter fällt auch der besagte Gerätewagen Hochwasser, der speziell für diese Großeinsätze Verwendung konzipiert wurde“, so Grundner.

 

Einen großen Dank für die professionelle und reibungslose Abarbeitung der Gesamteinsatzlage richtet er an alle Feuerwehren im Landkreis Traunstein. Über Stunden hinweg haben sie ihr bestes gegeben um Schäden von Hab und Gut abzuwenden und allen Hilfesuchenden schnellstmöglich zu helfen. Dabei waren fast alle 80 Feuerwehren in irgendeiner Weise eingebunden. Die Aufgaben reichten von Auspumpen von Kellern über Straßensperren bis hin zu großangelegten „Sandsackfüllaktionen“. Dabei galt es immer wieder schwierige Situationen zu meistern, wie beispielsweise das Auslaufen von Öl zu verhindern.

 

Insbesondere im südlichen Landkreis Traunstein wurden Einheiten aus der gesamten Region zusammengezogen um den Notrufanfragen bestmöglich gerecht zu werden. Kurzentschlossen wurde dann über den Kreisbrandrat Manfred Danner aus Freising angefragt, ob die Feuerwehren den Einsatz im Landkreis Traunstein mit ihrer Ausrüstung unterstützen können. Nach einer kurzen Rücksprache mit dem Landratsamt Freising wurden unter anderem ein Gerätewagen Hochwasser des Freistaates Bayern und ein Gerätewagen der Bundesrepublik Deutschland an den Chiemsee entsandt.

 

Besetzt waren die Fahrzeuge mit der Mannschaft der Feuerwehren Au in der Hallertau sowie aus Nandlstadt (Landkreis Freising). Die Führung hatte Freisings Kreisbrandinspektor Helmut Baur übernommen. Vor Ort unterstützten sie insbesondere die Feuerwehr Übersee bei der Abarbeitung von Einsatzstellen in deren Gemeindegebiet. Ihr Einsatz dauerte bis in die späten Nachmittagsstunden, ehe sie ihre Heimreise antreten konnten. „Für deren schnelle und professionelle Hilfe bin ich den Kameraden sehr dankbar. Es ist großartig zu wissen, dass ein Anruf genügt und Hilfe ist unterwegs“, so Traunsteins Kreisbrandrat im Gespräch mit dem Kreisfeuerwehrverband Traunstein.

 

Für das kommende Jahr ist für die Feuerwehren im Landkreis Traunstein auch einer dieser Gerätewagen Hochwasser zugesagt. Beschafft werden diese Fahrzeuge durch den Freistaat Bayern, der sie dann in der Fläche verteilt. Mitte des Jahres 2021 soll es dann auch für die Traunsteiner soweit sein und das Fahrzeug kann seinen Dienst für die Menschen in der Region antreten. „Ein kleiner Vorschuss auf das Fahrzeug sei bereits erfolgt, die Schneeketten für den Gerätewagen Hochwasser wurden bereits ins Landratsamt Traunstein geliefert“, so Traunsteins Kreisbrandrat mit einem Augenzwinkern. Hob

 

Text

Hubert Hobmaier

Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

 

Bilder

Feuerwehren Übersee, Peterskirchen, Traunreut, Waging, Traunstein

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