Die Feuerwehren in der Region starten den Übungsbetrieb

Traunstein. Aufatmen bei den Feuerwehren in der Region. In den kommenden Tagen starten die Wehren in den Leitstellenbereichen Traunstein und Rosenheim ihren Übungsdienst. Nachdem der Raum Südostoberbayern mit die höchsten Covid 19 Infektionszahlen hatte, stimmten sich die umliegenden Kreisbrandräte der betroffenen Landkreise kurzerhand ab und legten den Startschuss für die Wiederaufnahme des Übungsbetriebes auf den 15.6. fest. Dabei sind strenge Hygienerichtlinien zu beachten und die Gruppengröße bei den Übungen ist stark reduziert. Die Jugendfeuerwehren dürfen derzeit den Übungsbetrieb noch nicht wieder aufnehmen. Für sie läuft bis zum 18.7. das Gewinnspiel „Jugendfeuerwehr querbeet“ bei dem sie sich mit Feuerwehrwissen beschäftigen können.

Es ist zwar bei weitem nicht alles möglich und die Feuerwehren müssen sich an strikte Hygienevorschriften halten, nichtsdestotrotz sind nun alle froh, dass es wieder losgeht. Für Traunsteins Kreisbrandrat Christof Grundner ist es ein Schritt in die richtige Richtung. „Wir gehen einen schmalen Grad, da wir die Feuerwehrangehörigen einerseits schützen müssen, andererseits ist eine weiter andauernde Zwangspause für die Leistungsfähigkeit in mehrfacher Hinsicht schädlich“, erklärt Grundner im Gespräch mit dem Kreisfeuerwehrverband Traunstein. Weiter führt er an, „dass wir den regulären Dienstbetrieb situationsangepasst so schnell wie möglich wieder voll aufnehmen möchten“.

Ab dem 15.6. sind Grundlagenübungen in Kleingruppen wieder möglich. Die Übungen dürfen auf Grund der Ansteckungsgefahr nur innerhalb der eigenen Feuerwehr stattfinden. Neben dem einhalten des Mindestabstandes müssen die Einsatzkräfte Hygieneregeln wie das Tragen von Mund-Nase-Schutz Masken beachten. Der Übungsbetrieb soll nach Möglichkeit im Freien stattfinden. Atemschutzübungen und Übungen bei denen der Mindestabstand unterschritten werden muss, sind derzeit noch nicht erlaubt.

Kopfzerbrechen machen sich indes die Verantwortlichen des Lehrgangsbetriebes bei den Feuerwehren im Landkreis Traunstein. „Hier sind wir gerade fieberhaft dabei, ein Konzept für unsere Feuerwehren zu erstellen, damit wir dringend benötigte Ausbildungen so schnell es geht ermöglichen können“, so Sepp Linner als zuständiger Fach-Kreisbrandmeister. Sein Amtskollege Stefan Thurner ist für die Atemschutzausbildung verantwortlich. Er spricht von einer „riesen Herausforderung, den Bereich Atemschutz unter Infektionsaspekten sicher zu betreiben“, gibt sich jedoch zuversichtlich, dass man den Übungs- und Lehrgangsbetrieb zeitnah aufnehmen kann.

Für den Nachwuchs im Landkreis Traunstein - der den Übungsbetrieb derzeit noch nicht starten darf - haben sich die Verantwortlichen rund um Martina Steinmassl und Eva Pregler etwas ganz besonderes einfallen lassen um die Leute bei der Stange zu halten. Mit dem Quiz „Jugendfeuerwehren querbeet“ unterhalten sie die Jugendlichen und beschäftigen sie mit Themen rund um die Feuerwehr. Das Quiz läuft noch bis zum 18.7 und die Teilnahme ist jederzeit noch möglich. Alle Spielregeln finden sich auf der Internetseite des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein.

Christof Grundner zeigt sich vorsichtig optimistisch, dass es für alle Herausforderungen eine passende Lösung gibt. Besonders freut es ihn, dass die gemeinsame Abstimmung unter den Kreisbrandräten der Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Miesbach, Mühldorf, Stadt und Landkreis Rosenheim und Traunstein binnen weniger Minuten erfolgte und sich allesamt für ein einheitliches Vorgehen ausgesprochen haben. „Ich bin überzeugt davon, dass der Start in allen Feuerwehren gelingen wird und wir den ersten großen Schritt in Richtung Normalität erfolgreich meistern“, so Grundner.

Eine flächendeckende Lösung zum weiteren Ausbau der Feuerwehrtätigkeiten soll aus jetziger Sicht nicht erfolgen. Es wird je nach örtlichen Gegebenheiten passend zugeschnittene Lösungen für die einzelnen Landkreise geben. Hierzu erfolgt vor Ort die Abstimmung zwischen den Verantwortungsträgern der Feuerwehren sowie den Landratsämtern und Gesundheitsbehörden, die passend zugeschnittene Lösungen auf Landkreisebene erarbeiten. Hob

 

Text

Hubert Hobmaier, Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

 

Bilder

Feuerwehren Erlstätt, Kienberg, Traunreut und Traunstein

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