„Die Motorsäge im Dauereinsatz!“

Traunstein. Das Wetter kommt in den letzten Wochen nicht zur Ruhe - ein Sturmsturmtief jagt das Nächste und dazwischen gab es Dauerregen. Rund 250 witterungsbedinge Einsätze sind in diesem Jahr für die Feuerwehren im Landkreis Traunstein bereits angefallen. „Gefahren lauern insbesondere bei Wind und Sturm für unsere Einsatzkräfte überall“, informiert Ausbildungsleiter Josef Linner vom Kreisfeuerwehrverband. Aus diesem Grund ist es ein erklärtes Ziel, das Personal in Sachen „Umgang mit der Motorsäge“ ideal auf Unwettereinsätze vorzubereiten. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aus Traunstein wurden kürzlich 24 Einsatzkräfte ausgebildet.

Bereits rund 250 Mal wurden in diesem Jahr die Feuerwehren im Landkreis zu unwetterbedingten Einsätzen gerufen. Neben zahlreichen „Sturmeinsätzen“ waren duzende Einsätze auf Grund des Dauerregens vor einigen Wochen nötig. Dabei waren Tauchpumpen und Motorsägen die am häufigsten verwendeten Einsatzgeräte. Die Arbeit mit der Motorsäge gilt mitunter eine der gefährlichsten im Feuerwehrdienst. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Bediener. Wenn dann noch Windbruch mit stark unter Spannung stehenden Bäumen hinzukommt, dann sind Experten gefragt. Das Thema „Arbeitssicherheit“ steht dabei im Mittelpunkt und soll letztlich dazu führen, dass Mannschaft und Gerät wohlbehalten von den Einsätzen zurückkehren.

24 Einsatzkräfte der Feuerwehren Albertaich, Bergen, Fridolfing, Grassau, Haslach, Kirchheim, Marquartstein, Obing, Petting, Pietling, Rottau, Schleching, Seeon, Siegsdorf, Stein, Taching, Tittmoning, Trostberg und Wonneberg konnten kürzlich, aufgeteilt auf zwei Kurstermine, an einem Lehrgang teilnehmen. Das sogenannte „Modul A“ befasst sich in erster Linie mit den Grundlagen und endet mit einer sicheren Fällung eines stehenden Baumes. Neben den Unfallverhütungsvorschriften befasst sich der zweitägige Lehrgang zudem mit den Regeln der Unfallversicherungsträger. Der praktische Teil fand im Stadtwald von Traunstein statt. Dabei ging es in erster Linie um eine sichere Fälltechnik sowie dem korrekten Umgang mit dem Arbeitsgerät.

Als Ausbilder stand mit Forstwirtschaftsmeister Josef Mörtl vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ein „echter Profi“ zur Verfügung. Dies spiegelte sich letztlich auch im Feedback der Teilnehmer wider. Werner Schulzke, 1. Kommandant der Feuerwehr Fridolfing meinte voller Begeisterung „Die Ausbilder sind wirklich top und der Lehrgang auf sehr hohem Niveau - ich bin schon lange bei der Feuerwehr aber dieser Lehrgang war bisher einer der Besten!“. Seitens des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein hat man die Entwicklung für den Bedarf derartiger Lehrgänge bereits erkannt und das Ausbildungsangebot dahingehend kontinuierlich ausgebaut. Hob

 

Text und Bilder

Hubert Hobmaier, Josef Linner und Werner Schulzke

Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

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