Starkes Symbol für Frieden und Zusammenhalt

Tittmoning. Das Friedenslicht aus Bethlehem ist im Landkreis Traunstein angekommen. Die Kerzenflamme, die alljährlich zu Beginn des Advent in der Geburtsstadt Jesu Christi entzündet und über eine Stafette in ganz Europa verteilt wird, wurde bei einer Feierstunde auf dem Stadtplatz von der Feuerwehrjugend aus dem Bezirk Braunau an die Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Traunstein überreicht. Landrat Siegfried Walch, Tittmonings Bürgermeister Konrad Schupfner und Kreisbrandrat Christof Grundner waren die ersten, die die Friedensflamme entgegennehmen durften. Danach wurde das Friedenslicht von Kerze zu Kerze an die rund 300 Teilnehmer der Feier, meist Buben und Mädchen der Jugendfeuerwehr, überreicht.

Kreisbrandrat Grundner begrüßte die große Abordnung aus dem Bezirk Braunau, die mit Fackeln und unter den Klängen der Jugendbläser Inzing-Tittmoning auf den Stadtplatz einzogen. „Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg“, betonte Grundner. Der Friede fange im Kleinen an, in den Familien und in der Gemeinschaft, wenn nicht Neid, Hass, Mißgunst und Streit dominieren, sondern Verständnis, Toleranz und Zusammenhalt. Zu Beginn des Jahres haben große Schneemassen die Feuerwehren in Südostbayern in Atem gehalten, erinnerte Grundner. Die Vorboten des Klimawandels waren deutlich zu spüren - die Feuerwehren hatten einen mehrtägigen Einsatzmarathon zu bewältigen. Er rief dazu auf sich mit den Herausforderungen der Klimaveränderung konstruktiv auseinanderzusetzen und ihnen mit Vehemenz entgegentreten. „In der Weihnachtszeit, darf der aktive Dienst jedoch hinten angestellt werden – jetzt, ist die Zeit die Botschaft des Friedens weiterzutragen“, so Grundner.

Landrat Walch freute bei der Übergabe dabei sein zu können. Die Feier, veranstaltet von Kreisfeuerwehrverband Traunstein und Stadt Tittmoning, sei der richtige Rahmen für „das starke Symbol des Friedenslichts“, so Walch. „Es kommt aus einer krisengeplagten Region zu uns und muss uns Mahnung sein, den Frieden im Kleinen zu schätzen und den Frieden immer wieder zu erarbeiten“. Friede habe viel mit Sicherheit zu tun. Die Blaulichtorganisationen, die Hilfs- und Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei, tragen viel zur Sicherheit der Bürger bei. Die Weitergabe des Friedenslichts durch die Feuerwehr im Bezirk Braunau an die Wehren im Landkreis Traunstein mache die gemeinsamen Geschichte und Tradition deutlich und das Miteinanders der Menschen dies- und jenseits der Salzach. „Das Friedenslicht ist ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt der Gesellschaft und fordert auf sich das Eintreten für den Frieden zu Herzen zu nehmen.“ Der Zusammenhalt in der Gesellschaft sei wichtiger als kleinliche Streitereien. „Zusammenhalt und eine Gesellschaft, die sich nicht spalten lässt, mache unsere Region zur Heimat und ist Grundlage für ein friedliches Miteinander in den Dörfern, Städten und Gemeinden.

„Wir dürfen nicht müde werden, das Licht zu teilen. Je öfter es verteilt wird, desto stärker ist die Wirkung“, betonte ein Bub der Feuerwehrjugend aus Braunau und appellierte das Licht wieder und wieder zu verschenken. Bürgermeister Konrad Schupfner freute sich, dass die Übergabefeier des Friedenslichts bereits zum 20. Mal in Tittmoning stattfindet. Er trug sein Grußwort in Reimen vor: „Ich will bei Euch Danke sagen, ihr habt über s`Licht über d`Bruckn getragen. Das Friedenslichtkind dieses Jahres - im November in Bethlehem war es - es zündet an das Friedenslicht und so an uns die Botschaft richt: Ihr Menschen dieser heut`gen Zeit, macht euch für das Fest bereit…, damit in Städten und Gemeinden die Menschen sich friedlich vereinen.“ Für Schupfner war es die letzte Friedenslichtfeier in seiner Stadt als Bürgermeister der Salzachstadt. Er lud ein auch im nächsten Jahr wieder zu kommen und die Friedensflamme zu empfangen.

Die Feuerwehrjugend aus dem Landkreis Traunstein brachte das Friedenslicht nach der Entgegennahme in ihre Heimatorte, wo die Buben und Mädchen zum Teil noch am selben Abend von Haus zu Haus gingen, es verteilten oder in die örtlichen Kirchen brachten, wo es bei den Gottesdiensten am 4. Advent weitergegeben wurde, aber auch in den nächsten Tagen noch mit nach Hause genommen werden kann.

Bericht und Bilder: Peter Volk, KFV-Pressesprecher

 

 

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