Große Investitionen für die heimischen Feuerwehren

Landkreis Traunstein. Der Landkreis Traunstein investiert in die Sicherheit seiner Bürger. „Starkregen- und Hochwasserereignisse nehmen kontinuierlich zu. Deshalb ist der Kreistagsbeschluss zur Beschaffung von vier leitungsstarken Lenzpumpen für den Landkreis Traunstein eine richtungsweisende Entscheidung gewesen“, resümiert Kreisbrandrat Christof Grundner. Darüber hinaus darf sich die Feuerwehr Übersee über einen Landkreiszuschuss in Höhe von 70.000 Euro zur Ersatzbeschaffung eines fast 30 Jahre alten Rüstwagens freuen. Dieses Fahrzeug ist in die überörtliche Hilfeleistung eingebunden und wird unter anderem als Zugfahrzeug für die Ölsperren des Landkreises verwendet werden.

15.000 Liter Förderleistung pro Minute hat jede der Pumpen. Sie kommen insbesondere bei Großschadenslagen oder Katastrophenfällen zum Einsatz. Die Anschaffungskosten betragen etwa 300.000 Euro. Einen staatlichen Zuschuss für diese Gerätschaften gibt es nicht. Die Mittelbereitstellung und den Auftrag zur Beschaffung hat der Kreistag unter dem Vorsitz von Landrat Siegfried Walch in seiner letzten Sitzung vor Weihnachten beschlossen. Sowohl das zuständige Sachgebiet für den Katastrophenschutz im Landratsamt als auch Kreisbrandrat Christof Grundner haben sich für die Beschaffung stark gemacht.

In den Nachbarlandkreisen Altötting, Mühldorf und Rosenheim werden die auf Anhänger verladenen Großpumpen ebenfalls vorgehalten. Im Landkreis Traunstein verfügt lediglich das THW in Traunstein über eine derartige Pumpe. Mit dieser Beschaffung sind die Feuerwehren im südostbayerischen Raum nun vernünftig ausgestattet um im Schadensfall entsprechend schnell reagieren zu können. Es freut mich ganz besonders, „dass sich die Straßenmeisterei Traunstein bereit erklärt, die Anhänger bis auf weiteres kostenfrei unterzustellen“, so Grundner. Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein werden sich um die Ausbildung, Betreuung und Zuweisung der Pumpen kümmern.

Weiter gewährt der Landkreis Traunstein der Gemeinde Übersee einen Zuschuss in Höhe von 70.000 Euro für einen 29 Jahre alten Rüstwagen (RW2). Die Gemeinde hat das Fahrzeug bereits ausgeschrieben und wird es im Herbst kommenden Jahres in Dienst stellen können. Der Zuschuss vom Freistaat Bayern für das etwa 325.000 Euro teure Fahrzeug beträgt 140.000 Euro. Der Rüstwagen ist unter anderem für die überörtliche Hilfeleistung vorgesehen und wird auf sowohl auf der Autobahn als auch auf der Bahnstrecke „München – Salzburg“ bei Bedarf zum Einsatz kommen. Dazu wird er unter anderem mit einem „Rüstsatz Bahn“ ausgestattet. Darüber hinaus ist es als Zug- und Materialfahrzeug für die landkreiseigenen Ölsperren im Katastrophenschutz vorgesehen.

„Mit dieser Mittelbereitstellung investiert der Landkreis Traunstein letztlich in die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger. Ich bin froh darüber, dass die Entscheidungen allesamt eindeutig ausgefallen sind und die Kreisräte der Argumentation der Verwaltung gefolgt sind“, zeigt sich der Kreisbrandrat zufrieden. Mit den Beschaffungszugsagen werden weitere Meilensteine in der schrittweisen Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Feuerwehren im Landkreis Traunstein erreicht. „Es freut mich unheimlich, dass die Feuerwehren, sämtliche Gemeinde und der Landkreis an einem Strang ziehen um die bestmöglichen Strukturen im Brand- und Katastrophenschutz zu schaffen“, so Christof Grundner abschließend. Hob

Text und Bilder: Hubert Hobmaier, Landkreis Mühldorf, Feuerwehr Übersee

Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

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