„Ihr habt diese schwierige Lage schnell in den Griff bekommen!“

Ruhpolding. Das Übungsszenario der Jahresabschlussübung in Ruhpolding lies nichts Gutes verheißen. Ein Verkehrsunfall zwischen zwei Fahrzeugen sowie einem Traktorgespann mitten im Dorf dürfte bei einigen, der zahlreichen Zuschauer ein Schaudern verursacht haben. Diese Übung der Feuerwehren Ruhpolding und Eisenärzt sowie der Schnelleinsatzgruppen des Roten Kreuzes aus Ruhpolding, Siegsdorf und Traunstein verlangte den ehrenamtlichen Teilnehmern einiges ab. Die Übungsbeobachter des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein zollten, den Teilnehmern trotzdem großen Respekt. „Ihr habt diese schwierige Lage schnell in den Griff bekommen und professionell gearbeitet“, lobte Kreisbrandinspektor Georg König die Aktiven.

Bereits auf der Anfahrt zum angenommenen Unfallort wurden die Feuerwehren informiert, dass es mehrere verletzte Personen gibt und einige davon schwer in ihren Fahrzeugen eingeklemmt sind. Einsatzleiter Roman Rasch aus Ruhpolding stellte bei seiner ersten Erkundung fest, dass in beiden Fahrzeugen tatsächlich mehrere Personen eingeklemmt waren. Darauf hin befehligte er die Mannschaften, entsprechend einer Dringlichkeitsreihung, die Verletzten aus ihrer misslichen Lage zu befreien sowie einen schnellen rettungsdienstlichen Zugang zu ermöglichen. Zusätzlich galt es die Unfallstelle abzusichern und auszuleuchten, den Fahrer des Traktors zu betreuen und eine Verletztensammelstelle einzurichten.

Der Rettungsdienst kümmerte sich indes um die medizinische Versorgung der Unfallbeteiligten und deren Abtransport in die entsprechenden Krankenhäuser. Die Organisatoren aus Ruhpolding dankten bei einer gemeinsamen Brotzeit allen beteiligen Rettungskräften, den Übungsdarstellern der eigenen Jugendfeuerwehr sowie der DLRG und dem Jugendrotkreuz Ruhpolding, die beim Schminken der Darsteller geholfen hatten. Bereits im Vorfeld der Übung wurde im Ort auf die Übung aufmerksam gemacht. Zahlreiche Zuschauer nutzten die Möglichkeit und informierten sich über die Arbeit sowie den Leistungsstand ihrer Feuerwehren.

„Eine sehr lehrreiche und beeindruckende Übung“ hieß es aus den Reihen der Aktiven. Als besonders positiv stellten sie die reibungslose Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Helfern des Roten Kreuzes hervor. Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr war es darüber hinaus etwas besonderes zu erfahren, wie es sich klingt, wenn „Unfallopfer“ über ihre Gefühlswelt in einem Unfallfrack sprechen. Dieses Feedback, wie es sich anfühlt wenn die Feuerwehr mit schwerem technischem Gerät an die Arbeit geht, ist für die Arbeit der Einsatzkräfte sehr wertvoll. Abschließend motivierte Georg König die ehrenamtlichen Kräfte dazu, dass sie weiterhin so aktiv am Ball bleiben, „damit dieser hohe Leistungsstand auch in Zukunft weiter Bestand hat“. Hob

Text und Bilder: Hubert Hobmaier und Feuerwehr Ruhpolding, FlyingLens

Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

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