Mit 14 Tonnen sicher ans Ziel kommen!

Altenmarkt. Täglich sind die Feuerwehren im Landkreis Traunstein bei jeder erdenklichen Notlage im Einsatz. Speziell auf den Fahrern der tonnenschweren Feuerwehrautos lastet dabei eine große Verantwortung. Sie müssen die Mannschaft und das Einsatzfahrzeug sicher ans Ziel bringen. Wegen der Vielzahl unterschiedlicher Anforderungen weisen heutige Löschfahrzeuge in der Regel ein Gewicht von 12 bis 14 Tonnen auf und bieten Platz für bis zu neun Einsatzkräfte. Dabei spiel es keine Rolle, ob das Einsatzfahrzeug im Stadtverkehr oder auf dem Land bewegt wird - Gefahren lauern überall! Aus diesem Grund bietet der Kreisfeuerwehrverband Traunstein in seinem Lehrgangsprogramm regelmäßig „Fahrsicherheitstrainings“ an und wird dabei von der Kommunalen Unfallversicherung sowie dem Landesfeuerwehrverband Bayern unterstützt.

„Rund 30 Maschinisten unserer Feuerwehren können wir pro Jahr auf diese Weise fortbilden“, erklärt Kreisbrandmeister Martin Hochreiter. In dem Tagesseminar lernen die Teilnehmer alles über die Rechtsgrundlagen bei Einsatzfahrten, die Fahrphysik und die Gefahren bei Fahrten mit Blaulicht und Martinshorn. „Im Vordergrund steht jedoch die Praxis und der sichere Umgang mit den Fahrzeugen“, so Hochreiter. Die Fahrmanöver reichen vom seitlichen und rückwärts einparken über das Wenden an Engstellen, dem Überqueren von Hindernissen, den Gefahren die vom sogenannten „Toten Winkel“ ausgehen, bis hin zu Fahrten bei Aquaplaning oder einer Vollbremsung in Gefahrenmomenten.

Der Tenor sämtlicher Teilnehmer der Feuerwehren aus Erlstätt, Emertsham, Freutsmoos, Kienberg, Hart, Schnaitsee, Obing, Rabenden sowie der Betriebsfeuerwehr Alzmetall am Ende des Tages war der Gleiche. Das Bewusstsein für die lauernden Gefahren im Straßenverkehr wurde geschärft und das Vertrauen in die Fahrzeugtechnik gestärkt. „Somit ist und bleibt diese praktische Trainingseinheit eine wichtige Säule in der Landkreisausbildung für unsere Maschinisten“, erklärt Martin Hochreiter. Die Firma Alzmetall hat für das Fahrsicherheitstraining ihr Firmengelände zur Verfügung gestellt. Die Ausbildungstage werden vom Kommunalen Unfallversicherungsverband Bayern finanziell gefördert und als Präventionsprojekt zusammen mit dem Landesfeuerwehrverband angeboten.

Lobende Worte fand der Kreisbrandmeister für den Lehrgangsleiter Stephan Schmid aus Traunstein. Besser auf die Belange der Feuerwehren zugeschnitten, kann eine Ausbildung nicht durchgeführt werden, so Hochreiter. Schmid ist nicht nur im Hauptberuf Fahrlehrer, sondern darüber hinaus auch aktiver Feuerwehrmann bei der Feuerwehr Traunstein. Somit wurden nicht nur reine LKW-Fahraspekte beleuchtet. Vielmehr waren die Inhalte speziell auf die Bedürfnisse der Feuerwehren zugeschnitten und abgestimmt, so dass die Teilnehmer den maximalen Nutzen dieses Praxistrainings mitnehmen konnten und abends allesamt „sicher zu Hause angekommen sind“. Hob

Text und Bilder: Hubert Hobmaier, KFV Traunstein e.V.

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