Bestmögliche Ausbildung sorgt für professionelle Feuerwehrarbeit

Landkreis Traunstein/Übersee. Der große Feuerwehreinsatz in der Gemeinde Seeon-Seebruck mit über 130 Helfern vom vergangenen Wochenende hat die Notwendigkeit einer professionellen Feuerwehrarbeit wieder einmal verdeutlicht. Dies sind Einsätze bei denen innerhalb weniger Minuten 20, 30 oder noch mehr Ehrenamtliche mit Atemschutzausbildung benötigt werden. Um auf diese mitunter gefährliche Arbeit vorbereit zu sein, bedarf es neben einer guten Ausrüstung jede Menge „Know-how“ der Feuerwehrler. Rund 60 ehrenamtliche Atemschutzausbilder im Landkreis sorgen dafür, dass sämtliche Nachwuchskräfte eine optimale Ausbildung erfahren und letztlich ihre Einsatzaufträge professionell und sicher durchführen, egal ob sie einen Großbrand bekämpfen müssen oder einen qualmenden Abfalleimer ablöschen. 

Die Atemschutzausbildung des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein basiert auf insgesamt drei Säulen. Diese Staffelung, ausgehend von den Grundlagen über eine gasbefeuerte Anlage bis hin zur „Heißausbildung“ mit einsatzähnlichen Temperaturen, stemmt der Verband aus aktiven Frauen und Männern der eigenen Reihen. Alle der insgesamt 80 Feuerwehren im Landkreis Traunstein verfügen damit über die bestmögliche Vorbereitung ihrer Atemschutzgeräterinnen und -geräteträger. Damit die Lerninhalte bei den Teilnehmern auch ankommen, bilden sich die rund 60 ehrenamtlichen Ausbilder regelmäßig weiter. Zu einem dieser Ausbildertage haben die Atemschutzverantwortlichen der Kreisbrandinspektion, Stefan Thurner und Alexander Erber kürzlich einen Teil ihrer Mannschaft eingeladen. 

Alexander Erber fungiert im Landkreis Traunstein als Fachberater Atemschutz. Er zeigte sich für den Tag verantwortlich und hat sich dafür eine abwechslungsreiche Tagesordnung überlegt. Es haben sich sowohl Ausbilder der Grundlagenausbildung als auch diejenigen, der holzbefeuerten Anlage in Übersee zusammengefunden. „Diese übergreifende Zusammenarbeit führt letztlich zu einer schlüssigen Gesamtausbildung und der Rote Faden bleibt für unseren Nachwuchs stets erkennbar“, so Erber. Weiter erklärt er, dass diese Tage darüberhinaus dazu genutzt werden, die Abläufe zu optimieren und Dinge immer wieder kritisch zu betrachten und Lernfelder zu minimieren. 

Kreisbrandrat Christof Grundner ist sehr stolz auf das Engagement seiner Atemschutzausbilder und den guten Ausbildungsstand in den jeweiligen Feuerwehren. Er betont ausdrücklich, dass sowohl der Landkreis Traunstein mit dem Landrat Siegfried Walch als auch sämtliche Gemeinden hinter dem Konzept stehen und die Arbeit ihrer Feuerwehren dahingehend sehr gut unterstützen. „Die beste Ausstattung nütze allerdings gar nichts, wenn es keine Menschen gäbe, die sich ehrenamtlich und voller Elan einbringen und dafür Sorge tragen, dass unsere Aktiven in der Fläche eine gute Ausbildung erfahren“. Dies gelte sowohl für das Lehrgangsangebot des Verbandes, als auch für den kontinuierlichen Übungsbetrieb in allen unserer Feuerwehren, so der Feuerwehrchef des Landkreises. 

An den Standorten Traunstein und Trostberg laufen die „Grundlehrgänge Atemschutz“ sowie die jährlich geforderte körperliche Belastungsübung. Die Feuerwehr Traunreut beheimatet die sogenannte Brandsimulationsanlage (BSA). Hier lernen die Atemschutzgeräteträger das praktische Vorgehen bei Zimmerbränden und löschen eine gasbefeuerte Rauchgasdurchzündung. Zudem wird an diesem Standort eine Fortbildung speziell im Umgang mit einer Wärmebildkamera angeboten. Die Rauchgasdurchzündungsanlage (RDA), als vierter Ausbildungsstandort des Kreisfeuerwehrverbandes ist in Übersee stationiert. Sie dient insbesondere dazu, die Einsatzkräfte an die tatsächlichen Temperaturen eines Zimmerbrandes heranzuführen und schließt zudem die letzten Lücken der dreistufigen Ausbildung! 

Deutlich wird die Notwendigkeit einer professionellen Ausbildung in aller Regel bei den größeren Einsätzen. Es vergeht jedoch kein Tag, an dem im Landkreis Traunstein nicht Atemschutzgeräteträger benötigt werden. Oft sind dies „zwar nur Kleinigkeiten“, aber ein erfolgreicher Feuerwehreinsatz wäre ohne unsere Atemschutzgeräteträger auch „bei Kleinigkeiten“ nicht gewährleistet, so Grundner. Darüber hinaus betont er, dass Jeder der sich in einer Feuerwehr engagieren möchte oder sich für eine Tätigkeit als Ausbilder interessiert, herzlich willkommen ist. Eine erste Kontaktaufnahme ist beispielsweise über die Homepage des Kreisfeuerwehrverbandes (www.kfv-traunstein.de) oder bei den Feuerwehren vor Ort möglich. 


Text und Bilder Hubert Ho
bmaier

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