Der Kreisfeuerwehrverband war zum Arbeitstreffen im Landtag geladen

München/Landkreis Traunstein. Auf Einladung der Landtagsabgeordneten Gisela Sengl (Bündnis 90/Die Grünen) war eine Delegation des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein zum Gespräch in den Bayerischen Landtag geladen. Die Landtagsabgeordnete hat sich viel Zeit für ihre Gäste genommen. In einem konstruktiven Gespräch informierte sie sich über die Arbeit der heimischen Feuerwehren. Ausschlaggebend für die Einladung war der Großeinsatz der Rettungskräfte bei den Schneemaßen zu Jahresbeginn. Neben Sengl nahmen sich auch der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Ministerin Michaela Kaniber sowie die Abgeordneten Klaus Steiner und Marcel Huber Zeit für die Gäste aus dem Landkreis Traunstein.

Kreisbrandrat Christof Grundner fasste kurz die Ereignisse in der Zeit des Katastrophenfalls zusammen und zeigte sich begeistert von der überwältigenden Hilfsbereitschaft der überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Zudem informierte er Gisela Sengl in dem einstündigen Gespräch über aktuelle Themen. Inhaltlich ging es insbesondere um die Nachwuchsgewinnung und die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft zu jeder Tages- und Nachtzeit. Darüber hinaus wurden notwendige Verbesserungen, insbesondere in der Ausrüstung beim Katastrophenschutz, thematisiert. Weitere Inhalte des Gesprächs waren die Problematik bezüglich der „Gewalt gegen Rettungskräfte“ und das Thema „Rettungsgasse“.

Gisela Sengl berichtete über ihre Eindrücke beim Besuch im Stabsraum des Landratsamtes Traunstein. Sie zeigte sich überwältigt, wie professionell und engagiert die Arbeit bei dieser Großschadenslage verlaufen sei. Die Koordination von mehr als 10.000 Helfern innerhalb weniger Tage sei eine Meisterleistung gewesen. Sie sagte in ihren Ausführungen den Einsatzkräften ihre volle Unterstützung zu. „Wenn ihr der Meinung seid, ihr braucht Hilfe auf politischer Ebene, dann stehen Euch meine Türen immer offen“, so die Sondermoningerin. Mit der Einladung in den Landtag wollte sie stellvertretend ihren persönlichen Dank an alle „Feuerwehrler“ für ihren Einsatz über das gesamte Jahr hinweg zum Ausdruck bringen.

Neben dem Gespräch war zusätzlich noch eine Führung durch das Landtagsgebäude organisiert und in einem animierten Film wurden die Grundlagen der politischen Strukturen in Bayern dargestellt. Zudem lief an diesem Tag gerade eine von Landtagspräsidentin Ilse Aigner geleitete Plenarsitzung des Bayerischen Landtags. Hier konnten die Gäste aus Traunstein „Sitzungsluft“ schnuppern, Reden und Stellungnahmen verfolgen und waren auch bei der Verabschiedung des Artenschutzgesetztes „Rettet die Bienen“ auf den Besucherrängen vertreten. Insgesamt haben die Vertreter viel über die Arbeit im Landtag sowie dessen Strukturen und Hintergründe erfahren.

So nahe und direkt kommt man den politischen Vertretern nur selten. Christof Grundner zeigte sich hoch erfreut über die offene Gesprächskultur und den freundlichen sowie bestens organisierten Tag. „Aus meiner Sicht haben wir die Belange unserer 80 Feuerwehren sehr gut vorgetragen und wir werden in jedem Fall in Kontakt bleiben“. Er freut sich über die zugesagte Unterstützung und das Angebot der „offenen Türe“. Das Arbeitsgespräch mit Gisela Sengl betrachtete Grundner als sehr ehrlich, offen und konstruktiv. Aus seiner Sicht sei es für uns Feuerwehren an der Basis sehr wichtig zu wissen, wohin wir uns wenden können „wenn der Schuh drückt“, so der Kreisbrandtrat.

Während der Sitzungspause nahm sich auch der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder für einen kurzen Plausch ein paar Minuten Zeit und begrüßte die Traunsteiner Delegation in den Räumen des Maximilianeum. Gleiches gilt für die heimischen Abgeordneten. Die Ministerin Michaela Kaniber sowie die Abgeordneten Klaus Steiner und Marcel Huber freuten sich sehr, Vertreter der Feuerwehren im Landtagsgebäude begrüßen zu dürfen und nutzten ebenfalls die Möglichkeit für ein Gespräch sowie ein kurzes Update bezüglich der „Sorgen und Nöte“ der ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer im Landkreis Traunstein. Hob

 

Text und Bilder: Hubert Hobmaier; KFV Traunstein e.V.

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