Feuerwehren trainieren am Simulator die Sturmschadensbeseitigung

Landkreise TS/BGL. Die Neuschneemassen zum Jahresbeginn sowie die zahllosen umgestürzten Bäume auf den Fahrwegen sind vielen sicher noch gut in Erinnerung. Nahezu alle 80 Feuerwehren des Landkreises Traunstein sowie der alpennahen Nachbarlandkreise waren in den ersten Januartagen im Dauereinsatz. Fast im Minutentakt war das Alarmstichwort „Baum über die Straße“ Grund für den Alarm einer Feuerwehr. Die Beseitigung dieser oft extrem unter Spannung stehenden Bäume birgt ein hohes Risiko für die Einsatzkräfte und erfordert umfassende Kenntnisse in der Beseitigung.

Der für den Bereich Bad Reichenhall zuständige Forstrevierleiter Anton Resch hat nun in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Forstamt eine Fortbildung für Einsatzkräfte organisiert. Dazu wurde eigens ein Spannungssimulator am Feuerwehrgerätehaus in Anger aufgebaut, der Baumstämme ähnlich wie im realen Einsatz unter „Druck“ setzt. Sehr anschaulich konnten die Motorkettensägenführer so die Tricks und Kniffe erlernen, die für ein sicheres Arbeiten notwendig sind. In einem Theorieteil wurden zudem alle möglichen gefährlichen Situationen besprochen und Lösungsstrategien für Spezialfälle an die Hand gegeben.

Als Ausbildungsleiter stand Josef Mörtl (Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten) den annähernd 50 Feuerwehrleuten für sämtliche Fragen Rede und Antwort. Darüber hinaus begleitete er die praktischen Abschnitte der Halbtagsschulungen, die an zwei Tagen insgesamt vier Mal durchgeführt wurden. Josef Linner vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V. war für die Organisation verantwortlich. Er freute sich, dass man mit dieser Fortbildung Einsatzkräfte des gesamten Landkreises ansprechen konnte. Das erworbene Wissen kommt somit in der Fläche zum tragen und hilft, die ehrenamtliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren sicherer zu gestallten. Hob

 

Text Hubert Hobmaier;

Bilder Josef Linner (KFV TS).

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