Bis zu 1.000 Grad – Momente die man nicht vergisst!

Landkreis/Übersee. Mehr als 120 Atemschutzgeräteträger der Landkreisfeuerwehren absolvieren jedes Jahr die dritte Stufe der erweiterten Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger. In einem holzbefeuerten Übungscontainer werden sie gezielt auf die realen Temperaturen eines Zimmerbrandes herangeführt. Neben den Grundlehrgängen, die in Traunstein und Trostberg angeboten werden, üben die Atemschutzgeräteträger in der gasbefeuerten Übungsanlage in Traunreut den Ernstfall. Den dritten Pfeiler der Ausbildung bildet die holzbefeuerte Rauchgasdurchzündungsanlage in Übersee. Die Feuerwalze über den Köpfen der Einsatzkräfte erreicht dabei Temperaturen von bis zu 1.000 Grad Celsius.

„Der Übungstag zielt insbesondere darauf ab, Vertrauen in die Schutzkleidung sowie die Ausrüstung unserer Aktiven zu schaffen“, so der Fachkreisbrandmeister Atemschutz des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein, Stefan Thurner. Darüber hinaus will man die Feuerwehrfrauen und -männer mit den Gefahren eines Wohnungsbrandes vertraut machen und sie so bestmöglich auf ihre ehrenamtliche Arbeit vorbereiten. „Unsere Geräteträger werden stets an vorderster Front zum Einsatz kommen und benötigen daher eine optimale Ausbildung, um ihre vielfältigen Aufgabenstellungen erfolgreich zu bewältigen“, erklärt Thurner.

In der Übungsanlage hat man zudem die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen, eine sogenannte Rauchgasdurchzündung zu simulieren. Dies ist eine schlagartige Verbrennung heißer Brandgase, die sich in Form einer Feuerwalze über die Köpfe hinweg ausbreitet und für eine schlagartige Temperaturerhöhung sorgt. Im Training wird den Atemschutzgeräteträgern das Rüstzeug zur Erkennung und Vermeidung dieses Vorgangs an die Hand gegeben sowie Löschtechniken angewandt, um diesen „brandheißen“ Situationen erfolgreich zu entgegnen. Hob

Text und Bilder: Hubert Hobmaier

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