"Tag der Jugendfeuerwehr" in Kienberg wird zum Mekka des Feuerwehr-Nachwuchses

Kienberg / Lkr. Traunstein. Ein neues Grundkonzept und beste Bedingungen sorgten in beim Tag der Jugendfeuerwehr im Landkreis Traunstein für Eventcharakter. Der Einladung der örtlichen Feuerwehr Kienberg sowie des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein waren rund 700 Jugendliche einschließlich Ausbilder gefolgt. Die Veranstalter hatten sich jede Menge einfallen lassen, um den Nachwuchs für das „Ehrenamt Feuerwehr“ zu begeistern. Neben einem Wettbewerb bei dem insbesondere feuerwehrtechnische Handgriffe gefragt waren, wurden in bunt gemischten Teams, gestaffelt in mehrere Altersgruppen, die Sieger ermittelt. Das von zahlreichen Organisationen und den Feuerwehren aus dem nördlichen Landkreis mitgestaltete Rahmenprogramm samt Liveband, sorgte für spannende Einblicke in die Welt des Ehrenamts und einen abwechslungsreichen Tag.

Kreisbrandrat Christof Grundner freute sich bei der Eröffnung des Erlebnistages, dass so viele Jugendliche und Betreuer gekommen waren und der Wettergott für beste Bedingungen sorgte. Er wünschte den Teilnehmern viel Erfolg und einen spannenden Tag. Stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber von einer „Traumkulisse“, als sie in die riesige Menge junger Feuerwehrler blickte. „Die Feuerwehren sind die stillen Helden des Alltags, weil sie allen Menschen in einer Notlage ohne Wenn und Aber zur Seite stehen“, betonte Schmidhuber. Sie dankte ausdrücklich für die Bereitschaft der Jugendlichen und deren ehrenamtlichen Aufgaben und den Betreuern, die ihnen das nötige Rüstzeug in die Hand geben.

An insgesamt sechs Stationen auf dem Veranstaltungsgelände konnten die Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellen. Dabei mussten sie mit einem Feuerlöscher das richtige Vorgehen bei einem Kleinbrand demonstrieren oder das Kuppeln von Saugschläuchen vorzeigen. An weiteren Stationen wurden der Umgang mit Funkgeräten oder Kenntnisse der Ersten Hilfe abverlangt. Das Zielwerfen mit Dartpfeilen ist zwar nicht unbedingt eine Grundtätigkeit der Feuerwehr, dennoch ging es bei dieser Aufgabe nicht weniger spannend zu, als an den übrigen Stationen. Erstmals wurden in diesem Jahr auch die Jugendwarte gefordert. Sie mussten an einer Station sowohl ihre Fähigkeiten in der Knotenkunde als auch ihr theoretisches Wissen zum Besten geben, um für ihr Team Punkte zu sammeln. Darüber hinaus wurden die Mannschaften heuer erstmals aus ganz unterschiedlichen Feuerwehren zu „Spielgemeinschaften“ zusammengelost. Getrennt nach drei Altersgruppen wurden dann die Wettbewerbssieger ermittelt.

Zahlreiche Organisationen präsentierten sich auf dem Veranstaltungsgelände und machten den Nachmittag zu einem Erlebnis für Jung und Alt. An den Ständen der Bundeswehr, Bundes- und Landespolizei, Technischen Hilfswerks, Malteser Hilfsdienstes und Roten Kreuzes wurden alle Interessierten mit Informationen über deren Aufgaben und Tätigkeiten, sowie zu beruflichen Karrierechancen versorgt. Die Verkehrswacht war mit einem Überschlags- und Aufprallsimulator vor Ort. Hier konnte man hautnah erleben, wie sich ein Fahrzeuginsasse bei einem Überschlag anfühlt.

Vom Korb der Drehleiter aus dreißig Meter Höhe hatten die Besucher einen herrlichen Überblick über die Veranstaltung und die Umgebung. Die „Freunde historischer Magirus Feuerwehrfahrzeuge“ präsentierten ihre Schätze und informierten die meist jungen Bewunderer mit viel Herzblut und Engagement. Abgerundet wurde die Informationsmeile von einer Auswahl neuer Einsatzfahrzeuge sowie Fachgruppen aus dem gesamten Landkreis. Drei Schauübungen rundeten das Rahmenprogramm ab. Dabei wurde unter anderem die Menschenrettung mit der Drehleiter demonstriert, der Einsatzablauf zur Befreiung von eingeklemmten Verletzten bei einem Verkehrsunfall gezeigt und ein, in Brand geratenes Fahrzeug gelöscht.

Die Moderatoren von „Radio Buh“, dem Internetradio aus dem Chiemgau, begleiteten den Nachmittag mit zahlreichen Interviews. Zudem konnten sich die Jugendlichen selbst als Moderatoren versuchen. Über den ganzen Tag stark frequentiert war die Chill-Out-Area mit Liegestühlen und Sonnenschirmen. Alle Jugendbetreuer konnten in einem separat stattfindenden Workshop ihre Ideen und Vorschläge für die Verbesserung der Jugendarbeit einbringen und zum neuen Konzept des Jugendtages Stellung nehmen. Die Band „BamBrass“ sorgte mit fetziger Musik für Stimmung und machte die Siegerfeier am Ende zu einer bunten Party.

Aus insgesamt 81 Mannschaften wurden bei der Siegerehrung die Gewinner in den unterschiedlichen Altersgruppen ausgezeichnet. Der Sieg bei den Wettkämpfen in der Gruppe der 12- und 13-jährigen ging an die „Spielgemeinschaft“ Reit im Winkl/Emertsham. Den 2. Platz sicherte sich das Mannschaftstrio Taching/Tacherting/Traunstein gefolgt von der Gruppe Kienberg/Rabenden/Pietling. Bei den 14- und 15-jährigen sicherte sich das Team Tettenhausen/Siegsdorf den Sieg, gefolgt von der Mannschaft mit Anwärtern aus Kirchanschöring, Kay und Kirchheim. Ebenfalls aufs Podest schaffte es die Paarung Traunreut/Pietling, die Platz 3 belegten. Strahlende Sieger des Wettstreits der 16- und 17-Jährigen war das zusammengeloste Team aus Surberg, Altenmarkt und Tacherting. Der zweite Platz in dieser Altersgruppe ging an das Mannschaftsduo Waging/Vogling, gefolgt vom Duett Holzhausen/Fridolfing. In den Siegerrucksäcken warteten verschiedene Ausflugsüberraschungen und tolle Sachpreise auf die Gewinner (Sieger des Wettbewerbs - siehe Gruppenbilder).

Text: Hubert Hobmaier (KFV TS)
Bilder: Hubert Hobmaier, FFW Kienberg 

 

Die Ergebnislisten mit der Endplatzierung (zur Erläuterung: Siegreich waren die Teams mit den wenigsten Fehlerpunkten): 

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