24 Feuerwehr-Einsatzkräfte absolvierten Fachlehrgang „Technische Hilfeleistung“

Fridolfing. Nicht das Löschen von Bränden, sondern technische Hilfeleistungen vielfältigster Art sind der Schwerpunkt der Arbeit der Feuerwehren. Mehr als 50 Prozent aller Einsätze, zu denen die Feuerwehren alarmiert werden, sind technische Hilfeleistungen, zum Beispiel die Rettung von Menschen, wenn sie bei einem Verkehrsunfall im Fahrzeugwrack eingeklemmt wurden. Um für die technischen Einsätze gerüstet zu sein, absolvierten 24 Feuerwehr-Einsatzkräfte aus dem östlichen Landkreis Traunstein (Inspektionsbereich Traunstein Land 3) einen umfangreichen Fachlehrgang zur Technischen Hilfeleistung (THL). Alle Aktiven bestanden die abschließende Prüfung mit Bravour.

Die technischen Hilfeleistungen sind nicht zuletzt durch die fortschreitenden Entwicklungen im Automobilbau zu einem sehr wichtigen Teil im Einsatzalltag der Feuerwehren geworden. Im Rahmen des Fachlehrgangs wurde den Teilnehmern die richtige und effektive Handhabung von hydraulischen Rettungsgeräten, wie Schneidgerät, Spreize und Rettungszylinder sowie die Verwendung von Hebe- und Dichtkissen sowie Rettungssägen und Trennschleifer gezeigt und der praktische Anwendung geübt. Der THL-Lehrgang ist als Modulkurs konzipiert. Die verschiedenen Kursbestandteile werden an unterschiedlichen Schulungsorten unterrichtet. Die unterschiedlichen Themenkomplexe werden dort unterrichtet, wo auch die entsprechende Geräteausrüstung vorhanden ist. Der nun beendete Fachlehrgang fand deshalb bei den Feuerwehren Waging, Taching, Kirchanschöring, Tittmoning, Kay und Wonneberg statt.

Für den diesjährigen THL-Lehrgang wurde das Schulungsmaterial komplett überarbeitet, um zum Beispiel im Hinblick auf neue, alternative Antriebe moderner PKW auf dem neusten Stand zu sein. Die Kursunterlagen erstellten die Lehrgangsleiter, was von den Teilnehmern als Informationsquelle überaus positiv bewertet wurde. Die Abschlussprüfung nach mehreren Kurstagen ging bei der Feuerwehr Pietling über die Bühne. Mit einem theoretischen Test wurde das erlernte Fachwissen geprüft und ihre praktischen Fähigkeiten mussten die Teilnehmer bei zwei realistisch nachgestellten Einsatzszenarien unter Beweis stellen. Alle Teilnehmer bestanden die Prüfung mit sehr gutem Ergebnis, was Lehrgangsleiter Matthias Seidenfuß ausdrücklich würdigte und ein überaus positives Fazit der modularen Fachkursausbildung zog. Die Absolventen ihrerseits lobten die Gestaltung des Fachkurses und deren Inhalte. Gewürdigt wurden das Engagement und der Eifer der Ausbilder. Den Feuerwehren dankte die Lehrgangsleitung für die hervorragende Vorbereitung der Kursthemen. Fachkundig unterstützt wurde die Lehrgangsleitung von Stefan Reichelt, Kreisbrandmeister im Inspektionsbereich Land 5. Den 24 Kursabsolventen wünschte die Kursleitung, dass sie die häufig schwierigen Einsätze und Anforderungen der technischen Hilfeleistung mit dem erlangten Fachwissen meistern und stets unfallfrei und gesund zu den Gerätehäusern zurückkehren.

 

Text: Sabine Heinrich / Matthias Seidenfuß / Peter Volk

Fotos: Matthias Seidenfuß (Lehrgangsleiter) / Christoph Huber (FF Pietling)

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