Heimische Feuerwehren bei Brand in Kössen gefordert

Kössen/Landkreis Traunstein. Am heutigen Dienstagvormittag ist gegen 10:15 Uhr ein Feuer in einer Kfz-Werkstatt in Kössen (Österreich) ausgebrochen. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen ist ein hoher Sachschaden in sechsstelliger Höhe entstanden. Menschen wurden nicht verletzt. Die Brandursache steht derzeit noch nicht fest. Innerhalb kürzester Zeit ist das Feuer auf das Gebäude übergegriffen. Neben zahlreichen Feuerwehren aus dem Bezirk Kitzbühel wurde die Feuerwehr Reit im Winkl sowie die Landkreiseinheit „Messzug Süd“ samt Fach-Kreisbrandmeister „Gefahrgut“ alarmiert. Die Löscharbeiten dauern derzeit noch an.

Bei der Werkstatt handelte es sich um einen Fachbetrieb, der sich auf das Recycling von Elektrofahrzeugen spezialisiert hat. Es waren im Objekt eine größere Menge an Akkus gelagert, die die Feuerwehren neben den eigentlichen Löscharbeiten in Sicherheit bringen mussten. Ein Elektrofahrzeug musste in einen Spezialcontainer zum Ablöschen verbracht werden. Die Löscharbeiten gestalteten sich sehr aufwendig, da sich das Feuer in den Dachstuhl des mit Erde gedeckten Daches ausbreiten konnte. Die Öffnung des Daches gestaltete sich somit recht schwierig und zeitaufwendig.

Bei der ersten Alarmierung durch die Leitstelle in Innsbruck gegen 10:15 Uhr wurde die Feuerwehr Reit im Winkl unter anderem mit einem Löschfahrzeug sowie der Hubrettungsbühne zur Brandbekämpfung angefordert. Vor Ort unterstützten die rund 30 Aktiven die österreichischen Kollegen mit Atemschutzgeräteträgern und halfen bei der Brandbekämpfung. Zudem wurde die Hubrettungsbühne zur Dachöffnung eingesetzt. Wie Stefan Fenninger, 2. Kommandant der Feuerwehr Reit im Winkl mitteilt, werden die Maßnahmen noch bis in die Abendstunden andauern.

Gegen 11 Uhr wurde der Messzug Süd des Landkreises Traunstein sowie der Fach-Kreisbrandmeister „Gefahrgut“, Thomas Günthner angefordert. Mit drei Fahrzeugen machten sich die Feuerwehren Traunstein und Kammer auf den Weg zum Einsatzort. Ihre Aufgabe bestand darin, Schadstoffmessungen in einem angrenzenden Wohngebiet sowie im Ort durchzuführen. Dabei kamen diverse Spezialmessgeräte zum Einsatz. „Glücklicherweise konnten wir keine nennenswerten Schadstoffkonzentrationen feststellen“, informiert der Messzugleiter Maximilian Schubert.

Neben den rund 120 Feuerwehrkräften aus Kössen, Bichlach, Walchsee, Schwendt, Reit im Winkl, St. Johann sowie den Einsatzkräften des Messzuges aus Traunstein und Kammer waren die örtliche Polizei sowie zahlreiche rettungsdienstliche Kräfte vor Ort. Verletzt wurde bei dem Einsatz glücklicherweise niemand. Laut einer ersten Schätzung gehen die Verantwortlichen von einer Schadenshöhe im sechsstelligen Bereich aus, wobei eine genaue Einschätzung auf Grund der noch andauernden Löscharbeiten noch nicht möglich ist. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Hob

 

Text und Bilder

Hubert Hobmaier

Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Feuerwehren Reit im Winkl, Traunstein, Kammer

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