Nächtlicher Brandalarm - Feuerwehr verhindert Schlimmeres!

Grassau. In den frühen Morgenstunden des 6. Dezember wurde gegen 4 Uhr im Ortsteil Au der Gemeinde Grassau ein Feuerschein gemeldet. Seitens der Leitstelle wurde dann zunächst die Feuerwehr Grassau für eine erste Erkundung alarmiert. Bereits auf Anfahrt der Feuerwehr wurde der Feuerschein bestätigt. Die erste Rückmeldung an der Einsatzstelle lautete „Bauwagen in Vollbrand – Wohnhaus in unmittelbarer Nähe“. Darauf hin wurde durch Michael Haslinger, den 2. Kommandanten aus Grassau eine Alarmstufenerhöhung und somit der Nachalarm für die Feuerwehren Rottau und Übersee veranlasst.

„Die Wohnbebauung war nur maximal zwei Meter von dem Brandort entfernt, durch den schnellen und überlegten Einsatz haben die Feuerwehren das Übergreifen verhindern können“, so Georg König der als zuständiger Kreisbrandinspektor vor Ort war und die Einsatzleitung unterstützte. Mit einer sogenannten Riegelstellung wurde zunächst der Flammenübertritt auf das Wohngebäude verhindert. Diese erfolgte zunächst aus den Tanks der Feuerwehrfahrzeuge. Zeitgleich wurde eine mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung aufgebaut, damit genügend Löschwasser vorhanden war.

Rund 70 Feuerwehrkräfte aus Grassau, Rottau und Übersee sowie die Streifenbesatzung der Polizei Grassau und ein Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuz waren vor Ort. Geleitet wurde der Einsatz vom 2. Kommandanten Michael Haslinger sowie dem 3. Kommandanten Alfred Mayer aus Grassau. Rund zwei Stunden brauchten die Feuerwehren bis sie alle Glutnester im Bauwagen abgelöscht hatten. Für die Löscharbeiten waren rund 15 Einsatzkräfte mit schwerem Atemschutz notwendig. Diese wurden insbesondere zur unmittelbaren Brandbekämpfung aber auch auf Grund der Rauchentwicklung nötig.

Für Georg König steht fest, „Einsatzleiter Michael Haslinger hat mit seiner Entscheidung einer schnellen Nachalarmierung weiterer Kräfte sowie den Befehl zur Riegelstellung alles richtig gemacht. Durch das schnelle und professionelle Handeln aller Kräfte ist es gelungen, den Übergriff auf das Wohnhaus samt Garage zu verhindern“, so der Kreisbrandinspektor im Gespräch mit dem Name dem Kreisfeuerwehrverband Traunstein. „Wenn hier nicht alles wirklich perfekt gepasst hätte, dann wäre es viel schlimmer gekommen“, so sein abschließendes Fazit.

Den ersten polizeilichen Ermittlungen zur Folge, dürfte der Brand von einem Holzofen ausgegangen sein, der sich im Bauwagen befand. Der Bauwagen selbst wurde durch das Feuer komplett zerstört. An den angrenzenden Gebäuden, ist durch den professionellen Einsatz der Feuerwehr lediglich geringer Schaden entstanden. Einer ersten polizeilichen Schätzung zur Folge, dürfte sich die Schadenshöhe im vierstelligen Bereich bewegen. Verletzt wurde durch das Feuer niemand. Hob

 

Text:Hubert Hobmaier, Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

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