Schulbusunfall fordert 23 Verletzte – 19-Jährige lebensgefährlich verletzt

Grassau. Insgesamt 23 Verletzte, darunter eine schwerstverletzte 19-jährige Pkw-Lenkerin, ein leichtverletzter Fahrer eines Schulbusses und 21 leicht verletzte Kinder sind die Bilanz eines Frontalzusammenstoßes am Donnerstagmorgen (3.12.) auf der Staatsstraße 2096 zwischen Grassau und Übersee. Ein Kleinwagen, gesteuert von der jungen Frau und ein Schulbus, besetzt mit 42 Schülerinnen und Schülern, prallten auf Höhe von Mauthhäusl frontal aneinander.

 

Nach Erkenntnissen der Polizei war eine 19-jährige Autofahrerin gegen 7.25 Uhr mit ihrem Pkw auf die Gegenfahrbahn geraten und dort frontal mit einem entgegenkommenden Schulbus zusammengeprallt. Der Schulbus war von Übersee in Richtung Grassau unterwegs. Sein Ziel wären die Grundschulen in Staudach-Egerndach und Grassau gewesen.

 

Die 19-jährige, einheimische Autofahrerin wurde in ihrem Wagen eingeklemmt. Sie musste von der Feuerwehr mit Hilfe von hydraulischen Rettungsgeräten befreit und aus dem Wrack gerettet werden. Sie wurde ins Klinikum Traunstein gebracht. Der 62-jährige Busfahrer wurde leicht verletzt. 21 der 42 Kinder im Bus wurden bei dem Unfall verletzt, hatten nach Polizeiangaben aber Glück im Unglück und zogen sich nur leicht Verletzungen zu. Die verletzten Kinder wurden vor Ort vom Rettungsdienst versorgt, in einer nahen Arztpraxis und umliegende Krankenhäuser gebracht. Die übrigen Schüler wurden von ihren Eltern oder Angehörigen abgeholt. Nach dem Unfall konnten alle Businsassen das Fahrzeug schnell und geordnet verlassen und wurden von den Einsatzkräften in einem zufällig vorbeikommenden, weiteren Linienbus versorgt. Alle Kinder konnten im Laufe des Tages wieder zu ihren Eltern und Angehörigen zurückkehren. Ein stationärer Krankenhausaufenthalt war bei keinem der Kinder notwendig. Einige Eltern lobten explizit die gute Versorgung ihrer Kinder durch die Rettungs- und Feuerwehrkräfte.

 

Insgesamt wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften alarmiert und an die Unfallstelle beordert. Das Bayerische Rote Kreuz war mit zahlreichen Rettungs- und Krankenwagen – insgesamt 16 Fahrzeuge - vor Ort. Darunter auch mehrere Schnell-Einsatz-Gruppen „Transport“, ebenso die Sanitätseinsatzleitung mit Leitendem Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst. Insgesamt kümmerten sich fünf Notärzte um die Erstversorgung Verletzten. Der Malteser Hilfsdienst rückte mit der Schnell-Einsatz-Gruppe Betreuung an. Das Kriseninterventionsteam (KIT) betreute die unverletzten Kinder, deren Eltern und Angehörige sowie Augenzeugen und Betroffene.

 

Die Feuerwehren aus Grassau, Rottau, Unterwössen und Grabenstätt waren mit insgesamt 42 Helfern alarmiert worden. Die Feuerwehr Prien, deren Rüstwagen an die Unfallstelle beordert wurde, wurde auf der Anfahrt wieder abbestellt. Die Floriansjünger retteten die Schwerstverletzte aus dem Pkw, betreuten in der Erstphase die Kinder im Schulbus, sorgten zudem für die Absicherung der Unfallstelle und die Verkehrslenkung.

Die Polizei Grassau, die mit drei Streifenbesatzungen angerückt war, führt die Ermittlungen zum Unfallhergang. Die Staatsstraße war bis ca. 12 Uhr mittags komplett gesperrt. Zur Klärung des Unfallhergangs hat die Staatsanwaltschaft Traunstein die Erstellung eines Gutachtens durch einen Sachverständigen in Auftrag gegeben.

 

Nachtrag:

Am Freitag, 4.12. gegen 16 Uhr teilte die Polizeiinspektion Grassau mit, dass die 19-jährige Fahrerin des Kleinwagen am Donnerstagabend im Klinikum Traunstein verstorben ist.

 

 

Text: Peter Volk / Pressemitteilung Polizei Grassau

Bilder: Traunsteiner Tagblatt / FDL-News (siehe Link)

Link: Schwerer Schulbusunfall bei Grassau fordert 23 Verletzte - Einsatzfotos von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Chiemgau & Traunstein - Traunsteiner Tagblatt (traunsteiner-tagblatt.de)

 

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