Zwei Stadel werden ein Raub der Flammen - Kriminalpolizei geht von vorsätzlicher Brandlegung aus

Grabenstätt. Zwei Stadel - einer an der Dorotheenstraße, der zweite in der Nähe von Obereggerhausen - gingen am frühen Sonntagmorgen (13.9.) in Flammen auf. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr wurden beide Feldstadel völlig zerstört und brannten nieder. Die Polizei geht in beiden Fällen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Der entstandene Sachschaden wird von der Feuerwehr auf gesamt rund 60.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand.

 

Der erste Brandalarm schreckte die Aktiven der Feuerwehr Grabenstätt um 3.56 Uhr morgens aus den Betten. Ein Mitteiler meldete zuvor über Notruf bei der Integrierten Leitstelle Traunstein, dass eine freistehende Scheune südlich der Dorotheenstraße in Flammen stehe. Als die Floriansjünger wenig später an der Brandstelle eintrafen, gab es nichts mehr zu retten. Der Stadel, in dem Altheu und landwirtschaftliche Maschinen gelagert waren, wurde vom Feuer zerstört und stürzte ein. Die Feuerwehr-Einsatzleitung schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 30.000 Euro.

 

Während die Feuerwehr Grabenstätt noch mit Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten in der Dorotheenstraße beschäftigt war, ging gegen 6 Uhr der nächste Brandalarm ein, mit der Meldung, dass in der Nähe von Obereggerhausen am Waldrand ein Stadel brenne. Die Mannschaft der Feuerwehr Grabenstätt machte sich sofort auf den Weg zu der zweiten, rund zwei Kilometer entfernten Brandstelle und forderte zur Unterstützung die Feuerwehr Erlstätt an. Auch hier konnten die Floriansjünger nicht mehr verhindern, dass der Stadel ein Raub der Flammen wurde. Darin gelagert waren ebenfalls Heuvorräte und landwirtschaftliche Gerätschaften. Durch die Nähe zum angrenzenden Wald konzentrierten sich die Löschtrupps darauf, die Bäume vor einem Übergreifen des Feuers abzuschirmen.

 

Um die Einsatzbereitschaft für einen eventuell weiteren Alarm zu gewährleisten ordneten die Einsatzleitung der Feuerwehr Grabenstätt und Kreisbrandinspektor Georg König die Alarmierung der Feuerwehr Übersee an. Die Mannschaft eines Tanklöschfahrzeuges rückte zur Sicherheitsabstellung nach Grabenstätt an, konnten später aber unverrichteter Dinge wieder abrücken. Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Grabenstätt, Erlstätt und Übersee im Einsatz.

 

Die Ermittler des Kriminaldauerdienstes (KDD) der Kripo Traunstein übernahmen in beiden Fällen die Untersuchungen zur Brandursache. Die Kripo geht in beiden Fällen von Brandstiftungsdelikten aus. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter der Telefonnummer (0861) 98730 zu melden.

 

Text: Peter Volk / Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Bilder: Georg König, Kreisbrandinspektor / Freiw. Feuerwehr Erlstätt - Michael Wimmer

 

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