Maschinenhalle wird ein Raub der Flammen

Tittmoning. Bei einem Brand komplett zerstört wurde die Maschinenhalle eines landwirtschaftlichen Anwesens im Ortsteil Ledern in der Nacht zum Pfingstsonntag. Durch ein Großaufgebot von rund 120 Einsatzkräften aus acht Feuerwehren war der Brand nach gut einer Stunde unter Kontrolle; weitere Gebäude wie das Wohnhaus und Stallungen konnten erfolgreich vor einem Übergreifen der Flammen geschützt werden. Die Maschinenhalle brannte jedoch aus. Landwirtschaftliche Geräte, darunter ein Traktor wurden ein Raub der Flammen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht nach ersten Schätzungen von einem Sachschaden im sechsstelligen Bereich aus. Die Brandursache ist unklar. Die Kriminalpolizei Traunstein hat die Ermittlungen aufgenommen.

Über Notruf wurde die Integrierte Leitstelle Traunstein von dem Feuer informiert. Um 1.15 Uhr lösten die Disponenten Alarm für die Feuerwehren aus Kay, Törring, Kirchheim, Tittmoning, Pietling, Fridolfing, Tengling und Trostberg aus und deren Ehrenamtliche wurden aus dem Schlaf gerissen. Ein heller Feuerschein wies den anrückenden Wehren den Weg zum Brandort. Bei Eintreffen der ersten Löschmannschaften stand ein Großteil des Schuppens in Vollbrand. Zahlreiche Löschtrupps - wegen der starken Rauchentwicklung durch Atemschutzgeräte geschützt - postieren sich um das Brandobjekt und versuchten den meterhoch auflodernden Flammen Herr zu werden. Zusätzlich wurden zwei Drehleitern in Stellung gebracht und Wasser aus der Höhe auf das lichterloh brennende Nebengebäude gespritzt. Vor allem aber sorgten die Floriansjünger dafür, dass die benachbarten Gebäude geschützt werden und keinen Schaden nehmen.

Gegen 2.30 Uhr war der Brand weitgehend unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten zur Beseitigung von Glutresten dauerten jedoch bis zum frühen Vormittag an. Neben den Feuerwehr-Kräften der umliegenden Wehren, war auch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatz (UG-ÖEL) aus Traunstein angerückt. Sie unterstützte die Einsatzleitung der Feuerwehr Kay, die durch Führungskräfte der Kreisbrandinspektion verstärkt wurde. Das BRK war mit zwei Rettungswagen vor Ort; die Rot-Kreuz-Helfer standen zur Sicherheitsabstellung der Feuerwehr bereit. Verletzt wurde gottlob niemand. Am Einsatz beteiligt waren auch Beamte der Polizeiinspektion Laufen. Die Staatsstraße 2105 diente als Bereitschafts- und Aufstellort für die Feuerwehr- und Rettungskräfte. Die Staatsstraße war zeitweise für den Verkehr gesperrt.

Die Ursache für den Großbrand steht noch nicht fest. Nicht auszuschließen ist, dass ein Defekt an der Hackschnitzelheizung im Gebäude das Feuer entfacht hat, so Vermutungen am Brandort. Die Ermittlungen zur Brandursache hat der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein aufgenommen.

Text: Peter Volk / Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd
Bilder: FDL/Lamminger
(Danke für das zur Verfügung stellen der Fotos!).

 

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