Großbrandalarm eines Bauernhofes in Übersee

Übersee. Am Donnerstagabend wurde für die Feuerwehr Übersee und die umliegenden Wehren ein Großbrandalarm mit dem Einsatzstichwort „Brand Landwirtschaft“ ausgelöst. Gegen 22 Uhr wurde der Leitstelle in Traunstein ein Feuer auf einem Bauernhof im Ortsteil Feldwies gemeldet. Kurz nach dem Eintreffen der ersten Kräfte konnte jedoch rasch eine erste Entwarnung gegeben werden. Ein Kamin eines Nachbarhauses hatte Feuer gefangen und den Anschein eines großen Brandes erweckt. Der Wind hatte die Funken aus dem Kamin wie ein großes Feuer erscheinen lassen. Die Feuerwehr Übersee hatte die Lage rasch unter Kontrolle und der Einsatz konnte nach etwa einer Stunde beendet werden. Verletzt wurde niemand und auch der Sachschaden dürfte gering ausgefallen sein.

Mit mehr als 100 Einsatzkräften sind die Feuerwehren aus Übersee, Grassau, Unterwössen und Grabenstätt sowie die Feuerwehr Traunstein mit dem Gerätewagen Atemschutz zu dem Einsatz in der Mühlenstraße ausgerückt. Zudem waren Vertreter der Kreisbrandinspektion einschließlich der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung sowie des Rettungsdienstes und der Polizei vor Ort. Nach den Maßnahmen der Feuerwehr wurde die Einsatzstelle an einen Kaminkehrer übergeben, der sich um das weitere Vorgehen kümmerte. Zeitgleich erfolgten dutzende Alarmierungen von Feuerwehren auf Grund des Sturmes. Die Feuerwehr Übersee beispielsweise wurde fast zeitgleich zu dem Brandalarm zu einem Gebäudeschaden gerufen, bei dem Teile eines Daches abgedeckt wurden. Die Einsatzleitung vor Ort hat deshalb besonders darauf geachtet, daß die anfahrenden Einsatzkräfte so schnell wie möglich aus dem Einsatz entlassen werden konnten.

Betroffen von dem Feuer war nicht der angenommene Bauernhof sonder ein Wohnhaus in unmittelbarer Nachbarschaft. Mehrere Atemschutztrupps sind in beide Gebäude vorgedrungen. Nachdem die Zugluftklappe am betroffenen Schornstein geschlossen war, ist das Feuer innerhalb kurzer Zeit von alleine ausgegangen und der Funkenflug hörte auf. Die Einsatzkräfte haben vorsorglich das Wohnhaus und den nebenstehenden Bauernhof mittels Wärmebildkamera auf Glutnester untersucht. Dabei haben sie keine Feststellungen gemacht. Das Übergreifen des Feuers konnte durch das rasche Handeln verhindert werden. Rupert Kink, 1. Kommandant und Einsatzleiter der Feuerwehr Übersee traf als einer der ersten Kräfte ein und berichtet „von einem enormen Funkenflug aus dem Schornstein, bei dem ein Übergreifen auf den Bauernhof gerade noch verhindert werden konnte“.

Nach rund einer Stunde waren alle Maßnahmen abgeschlossen und die Einsatzkräfte konnten abrücken. Ein Teil der alarmierten Feuerwehren konnte bereits auf Anfahrt wieder umdrehen beziehungsweise war für kurze Zeit auf Bereitstellung an der Einsatzstelle. Die Feuerwehren aus Übersee und Grassau waren bis zum Einsatzende vor Ort. Der vorsorglich alarmierte Rettungsdienst musste nicht eingreifen. Verletzt hatte sich bei dem Einsatz niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen, die Höhe des Sachschadens kann derzeit noch nicht genau beziffert werden. Er dürfte jedoch nur gering ausgefallen sein. Hob

 

Text

Hubert Hobmaier, Kreisfeuerwehrverband Traunstein e.V.

Rupert Kink, Feuerwehr Übersee

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