Großbrand in Seeon: Scheune sowie Heu- und Strohlager zerstört

Seeon-Seebruck. Bei einem Großbrand am frühen Samstagabend (31.8.2019) auf einem landwirtschaftlichen Anwesen am Klosterweg wurde ein, als Lager und Pferdestall genutzter Stadel völlig zerstört. Ebenso wurden im Freien gelagerte Heu- und Strohvorräte ein Raub der Flammen. Auch zwei, unmittelbar am Stadel abgestellte Autos wurden zerstört. Mehrere Pferde konnten rechtzeitig aus dem brennenden Stadel in Sicherheit gebracht werden. Personen wurden nicht verletzt. Trotz eines Großaufgebotes von acht Feuerwehren mit rund 130 Einsatzkräften entstand hoher Sachschaden, der sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf 150.000 bis 200.000 Euro beläuft. Was den Brand ausgelöst hat ist noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Um 18.36 Uhr löste die Integrierte Leitstelle Traunstein Großalarm für die Feuerwehr Seeon und die Wehren der Umgebung aus, nachdem ein Betriebshelfer den Brand entdeckt und einen Notruf abgesetzt hatte. Den anrückenden Einsatzkräften aus Seeon, Trostberg, Obing und Pittenhart wies eine schwarze und mächtige Rauchsäule den Weg zum Einsatzort. Südwestlich des Kloster Seeon und südlich der Kreisstraße TS 22 nach Oberbrunn standen auf dem landwirtschaftlichen Betriebsgelände ein hölzerner Stadel sowie gepresste und in Folie geschweißte Heu- und Strohvorräte in Vollbrand. Die Einsatzleitung ließ die Wehren aus Seebruck, Truchtlaching, Rabenden und Albertaich nachalarmieren, um eine weitere Ausbreitung des Feuers auf das Hauptgebäude – einen Vierseithof – und weitere benachbarte Gebäude verhindern zu können, was letztlich auch gelang. Die benachbarten Gebäude blieben allesamt unbeschädigt.

Die Löschmannschaften postierten sich rund um das Gebäude und mussten wegen des starken Brandrauches mit Atemschutzgeräten arbeiten. Um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, war es notwendig lange Schlauchleitungen vom Seeoner See bis zum Brandort zu verlegen. Auch wurden zwei Drehleitern in Stellung gebracht um die Flammen von oben bekämpfen zu können.

Um 20.40 Uhr – rund zwei Stunden nach Einsatzbeginn – meldete die Einsatzleitung „Feuer unter Kontrolle.“ Die Nachlöscharbeiten dauerten jedoch bis zum frühen Sonntagmorgen an. Das verbrannte Heu und Stroh mussten abgetragen und ausgebreitet werden, um Glutreste erkennen und ablöschen zu können.

Zur Absicherung der Floriansjünger stand eine Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des Bayerischen Roten Kreuzes bereit, musste jedoch nicht eingreifen. Es gab glücklicherweise keine Verletzten. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) dokumentierte das Einsatzgeschehen und sorgte für die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften.

Während der Löscharbeiten war die Kreisstraße zwischen Seeon und Oberbrunn im Bereich des Brandortes komplett gesperrt, ebenso die Staatsstraße 2094 zwischen der Seestraße und der Seeleitenstraße. Erst am Sonntag gegen 1 Uhr war der Einsatz beendet und die Feuerwehren kehrten zu den Gerätehäusern zurück.

Bericht: Peter Volk / Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd
Bilder: FDL Lamminger / Martin Hochreiter (KBM)

 

 

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