Zwei Tage suchen Rettungskräfte in der Alz nach 18-Jährigen – ohne Erfolg.

Trostberg. Ein Großaufgebot von Rettungskräften von Feuerwehren, BRK- und DLRG-Wasserrettung, Polizei sowie mehrere Rettungshundestaffeln und zwei Hubschrauber suchten am Donnerstagabend, 30 Mai (Feiertag Christi Himmelfahrt) sowie am Freitag (31. Mai) über mehr als acht Stunden nach einem 18-jährigen Mann, der in die Alz gesprungen war und seither vermisst ist. Trotz des Großaufgebots konnte der junge Mann bis Freitagnachmittag (Stand: 17 Uhr) nicht gefunden werden. Die Aussichten den jungen Trostberger lebend aufzufinden, sind aufgrund des hohen Wasserstandes, der starken Fließgeschwindigkeit und der niedrigen Wassertemperatur gering. Die Suche wurde am späten Freitagnachmittag erfolglos und ohne weitere Kenntnisse über den Verbleib und das Schicksal des Vermissten abgebrochen.

Am Donnerstagabend (30.5.) gegen 20:20 Uhr, spielten drei junge Männer in der Pechlerau, auf dem Bolzplatz neben der Alz Fußball. Als der Ball ins Wasser fiel, sprang der 18-Jährige kurzentschlossen ins Wasser, um den Ball aus der Alz zu holen. Der Fluss, der nach den starken Regenfällen der letzten Tage sehr viel Wasser führt und wegen der hohen Fließgeschwindigkeit, konnte sich der junge Mann aus eigenen Kräften nicht mehr ans Ufer retten. Seine Freunde setzten daraufhin umgehend einen Notruf ab; konnten selbst aber nicht weiter helfen. Etwas flussabwärts bemerkten zwei Kajakfahrern den hilflos im Wasser treibenden. Den beiden gelang es aber ebenfalls nicht den Mann aus dem Wasser zu ziehen.

Aufgrund des Notrufs der beiden Freunde sowie der Kajaksportler löste die Integrierte Leistelle Traunstein Großalarm aus. Von Trostberg bis Garching wurde der Fluss sowie dessen Ufer- und Wehrbereiche intensiv abgesucht, teilweise über Garching hinaus weiter flussabwärts. Gegen 22:30 Uhr musste die Suche erfolglos abgebrochen werden.

Am Freitagvormittag ab 10 Uhr wurde die Suche erneut aufgenommen und die Alz wiederum ab Trostberg bis Hirten und zur Mündung in den Inn mit einem Großaufgebot abgesucht.

An den Suchmaßnahmen beteiligt waren die Feuerwehren Trostberg, Tacherting, Engelsberg mit Vertretern der Kreisbrandinspektion Traunstein sowie die Wehren Garching, Unterneukirchen, Hirten, Wald an der Alz (alle Lkr. Altötting) ebenso die Wasserrettungseinheiten der DLRG Truchtlaching/Seeon und der Wasserwachten Obing, Tengling/Törring, Altötting, Burgkirchen, Burghausen, Altötting, Perach, Marktl, Töging. Auch die Rettungshundestaffeln des BRK aus Traunstein, Altötting und Mühldorf und der Johanniter aus Wasserburg suchten mit. Seitens der Polizei waren mehrere Streifenbesatzungen der Polizei Trostberg, Traunreut, Altötting, der Autobahnpolizeistation Mühldorf, der Polizeihundestaffel und der Bundespolizei im Einsatz. Die Kräfte am Boden wurden aus der Luft durch den Rettungshubschrauber Christoph 14 aus Traunstein und einen Polizeihubschrauber der Edelweiß-Staffel mit Wärmebildkamera unterstützt. Am Donnerstagabend waren rund 100 Helfer im Einsatz, am Freitag etwa 150. Zur Betreuung der Angehörigen des vermissten jungen Mannes wurde das Kriseninterventionsteam Traunstein alarmiert.

Text: Peter Volk / Pressemitteilung PI Trostberg
Bilder: Traunsteiner Tagblatt / fdl-news (siehe Links)

Link: Bilder vom Einsatz am Donnerstag, 30.5.19:

https://www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos/einsaetze_galerie,-18jaehriger-nach-sprung-in-die-alz-bei-trostberg-vermisst-_mediagalid,5980.html

Link: Bilder vom Einsatz am Freitag, 31.5.2019

https://www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos/einsaetze_galerie,-tag-2-der-vermisstensuche-auf-der-alz-bei-trostberg-und-garching-_mediagalid,5982.html

 

zurück