Brand im Anbau drohte auf Wohnhaus überzugreifen - 100.000 Euro Sachschaden

Traunstein. „Brand einer Gartenhütte“ – so lautet die Alarmmeldung für die Feuerwehren Traunstein und Haslach am Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr. An der Ecke Josef-/Theresienstraße brenne ein Anbau, so die Mitteilung an die Integrierte Leitstelle Traunstein, die daraufhin die Feuerwehren alarmierte.

Schon auf der Anfahrt zum Brandort sahen die Einsatzkräfte von Weiten eine Rauchsäule aufsteigen. Die ersten, am Brandort eintreffenden Löschmannschaften melden ein Feuer im hölzernen Anbau eines Wohnhauses. Sie forderten umgehend weitere Kräfte nach, weil erhebliche Gefahr bestand, dass die Flammen auch das Wohnhaus erfassen. Die Einsatzleitung der Feuerwehr Traunstein erhöhte auf Alarmstufe „B4 – Großbrand – Personen in Gefahr.“ Daraufhin rückten die Wehren aus Wolkersdorf, Nußdorf, Vachendorf, Traunreut nach, ebenso die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL). Die Floriansjünger hatten das Feuer im Anbau schnell gelöscht, konnten jedoch nicht verhindern, dass der Anbau stark beschädigt und fast vollständig zerstört wurde. Sie richteten ihr Augenmerk bei den Nachlöscharbeiten darauf, das Dach des Wohnhauses intensiv auf mögliche Glutreste zu untersuchen, denn die Flammen hatten an der Hausfassade bis unter den Dachstuhl gezüngelt.

Atemschutzgeräteträger öffneten teilweise das Dach und kontrollierten mittels Wärmebildkamera, ob Funken in die Dachflächen des Wohngebäudes gelangt waren. Nach mehr als einstündigen Nachlösch- und Kontrollarbeiten konnten keine Feststellungen und keine Glutreste ausfindig gemacht werden. Die nachgerückten Einheiten aus Traunreut, Nußdorf , Wolkersdorf und Vachendorf, die in Bereitstellungsräumen auf Seitenstraßen rund um den Brandort bereit standen, wurden nach und nach aus dem Einsatz entlassen und zu den Gerätehäusern zurückbeordert. Die Feuerwehren Traunstein und Haslach rückten gegen 16.30 Uhr wieder ab. Insgesamt waren 130 Feuerwehrleute im Einsatz.

Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. BRK-Helfer, Rettungswagen und der Einsatzleiter Rettungsdienst standen zur Sicherheitsabstellung der Einsatzkräfte bereit, die Sanitäter mussten jedoch nicht eingreifen. Alle Bewohner konnten das betroffene sowie benachbarte Gebäude rechtzeitig verlassen und sich in Sicherheit bringen. Was das Feuer in dem Wohnhausanbau ausgelöst hat, ist noch nicht bekannt. Der Kriminaldauerdienst hat noch am Sonntag die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, die vom Fachkommissariat 1 weitergeführt werden.  Die Polizei geht von einer Schadenshöhe von 100.000 Euro aus. Vorsätzliche Brandstiftung als Brandursache wird nach ersten Erkenntnissen der Kripo als unwahrscheinlich angesehen.

Die Feuerwehr Traunstein war es nicht der einzige Einsatz des Sonntags. Bereits am frühen Vormittag war es in einem griechischen Restaurant in der Eugen-Rosner-Straße zu einer starken Rauchentwicklung gekommen. Atemschutzträger der Feuerwehr drangen mit schweren Atemschutzgeräten in das Gebäude ein und fanden im Schankbereich eine abgebrannte Kasse. Als Ursache wurde ein Schmorbrand angenommen, der von einer Wand ausgegangen war. Die Feuerwehr öffnete die Gipsverkleidung der Wand, um an den Brandherd gelangen zu können. Verletzt wurde niemand. Die genaue Brandursache ist noch nicht geklärt; auch zur Höhe des Schadens können noch keine Angaben gemacht werden.


Text: Peter Volk / Presseinformation Polizeipräsidium Oberbayern Süd
Bilder: Traunsteiner Tagblatt / FDL-news

Link  (Brand in der Josefstraße, Gebäudeanbau):
  https://www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos/einsaetze_galerie,-hausbrand-in-traunstein-feuerwehren-im-einsatz-_mediagalid,5912.html

Link: https://www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos/einsaetze_galerie,-brand-an-wohnhaus-in-traunstein-_mediagalid,5915.html

Link (Brand in der Eugen-Rosner-Straße, Restaurant):
https://www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos/einsaetze_galerie,-brand-in-restaurant-in-traunstein-_mediagalid,5910.html

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