Nächtlicher Zusammenstoß von drei Fahrzeugen - zwei Schwerstverletzte

Grabenstätt. Ein tragischer Verkehrsunfall in der Nacht zum Dienstag (5.6.18), bei dem zwei Fahrzeuge auf der Staatsstraße 2096 zwischen Chieming und Grabenstätt frontal ineinander gekracht und ein drittes Fahrzeug in die Unfallstelle prallte, forderte zwei Schwerstverletzte und eine Leichtverletzte. Der Fahrer des dritten beteiligten Fahrzeuges blieb unverletzt.

 

Zwei der Fahrer – ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim und ein 24-Jähriger aus Chieming - wurden in den Wracks eingeklemmt und mussten von den Feuerwehren aus Grabenstätt und Chieming befreit und gerettet werden, bevor Notärzte und Rettungsdienst eine umfangreiche Erstversorgung und Kreislaufstabilisierung durchführten. Anschließend wurden die Verletzten vom BRK-Rettungsdienst in die Kliniken nach Traunstein und Rosenheim gebracht. Die Beifahrerin des Chiemingers, ebenfalls 24 Jahre alt, kam mit leichten Verletzungen davon.

 

Wie es zu dem schrecklichen Unfall kam ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Gutachter mit der Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass der 25-Jährige aus Gstadt (Lkr. Rosenheim) gegen 2.40 Uhr auf Höhe der Abzweigung zur Hirschauer Bucht mit seinem Ford Focus auf die Gegenfahrbahn geriet und frontal in den Seat Leon eines 24-jährigen Chiemingers prallte. Durch den heftigen Aufprall wurden die beiden Fahrzeuge extrem stark deformiert und wieder auseinander geschleudert. Ein 46-jähriger Chieminger, der mit seinem VW Amorak in Richtung Grabenstätt unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte noch in das Heck des Ford Focus.  

 

Der Rettungsdienst war mit vier Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes und drei Notärzten im Einsatz, unterstützt vom Einsatzleiter Rettungsdienst und Leitenden Notarzt. Für den Transport eines Schwerstverletzten in eine Klinik wurde ein Rettungshubschrauber der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) aus München angefordert.  

 

Die Staatsstraße 2096 blieb während der Rettungsaktion, der Unfallaufnahme durch die PI Traunstein und der Bergungsarbeiten für mehrere Stunden komplett gesperrt. Für die Straßensperrung und Umleitung sorgte die Feuerwehr. Die Floriansjünger aus Übersee, die zur Unterstützung nachalarmiert wurden, halfen bei der Erstversorgung der Verletzten und leuchteten den Landeplatz des Rettungshubschraubers Christoph München aus.

Bilder: Traunsteiner Tagblatt (siehe Link)  und Feuerwehr Übersee
Link: https://www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos/einsaetze_galerie,-horrorcrash-bei-grabenstaett-3-personen-schwerst-verletzt-_mediagalid,5087.html


Für die Feuerwehren Grabenstätt und Übersee war der schwere Verkehrsunfall nicht der einzige Einsatz der Nacht. Bereits gegen 1.20 Uhr wurden die beiden Wehren auf die Bundesautobahn A 8 beordert. In Fahrtrichtung Salzburg war ein Fahrzeug in Brand geraten. Der Pkw konnte vom Fahrzeuglenker auf der Standspur abgestellt werden. Bei Eintreffen der Feuerwehren brannte das Fahrzeug lichterloh. Die Feuerwehren setzten wegen des starken Brandrauches Atemschutzträger ein, die das Feuer rasch unter Kontrolle hatten. Die Feuerwehr Übersee sorgte mit dem Verkehrsabsicherungsanhänger für die Sicherheit der Löschmannschaft der Kameraden aus Grabenstätt.

Text: Peter Volk / Pressemitteilung PI Traunstein
Bilder: Feuerwehr Übersee

 

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