Dampfalm bei Bergen wird bei Feuer komplett zerstört

Bergen. Großalarm für die Feuerwehren am Dienstagabend (22.12.) gegen 17.30 Uhr. Die Dampfalm, südlich von Bergen, etwas oberhalb der Talstation der Hochfelln-Seilbahn stand lichterloh in Flammen. Für die allein im Wald stehende Almhütte, die die Größe eines Einfamilienhauses hat, sind alle Bemühungen der Löschmannschaften vergebens. Das Feuer ist zu mächtig. Die Einsatzkräfte beschränken sich darauf das Gebäude kontrolliert abbrennen zu lassen. Verletzt wird niemand. Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 150.000 Euro.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Bergen am Brandort war die Almhütte schon teilweise in sich zusammengefallen. Die Feuerwehren konzentrierten sich darauf den umliegenden Wald vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. Durch die exponierte Lage des Objekts mit einer nur schmalen Zufahrtsstraße und einer schlechten Wasserversorgung musste ein Pendelverkehr mit sechs Tanklöschfahrzeugen eingerichtet werden. Vom Tal aus beförderten sie Wasser bis zum Brandobjekt, dass sich etwa 200 Meter oberhalb der Talstation befindet. Auf den Bau langer Schlauchleitungen von Bergen bis zur Dampfalm wurde verzichtet. Es hätte zu lange gedauert bis die Schläuche ausgelegt sind.

Nach Eingang des Notrufes alarmierte die Integrierten Leitstelle Traunstein zunächst nur die Feuerwehren Bergen, Grassau, Siegsdorf und Holzhausen. Doch schon auf der Anfahrt war von weitem das Ausmaß des Feuers zu erkennen. Die Feuerwehr Bergen meldete deshalb einen Vollbrand des Gebäudes und forderte weitere Verstärkung an. Daraufhin wurden nach Alarmstufe 4 die Wehren aus Staudach-Egerndach, Traunstein, Vachendorf, Erlstätt, Ruhpolding, Eisenärzt, Vogling, Hammer und Haslach, ebenso die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) nachalarmiert. Das riesige Aufgebot von 13 Feuerwehren mit über 250 Mann konnte eine völlige Zerstörung des Gebäudes nicht verhindern. Verletzt wurde niemand. Zum Zeitpunkt des Brandausbruches befand sich niemand in der privat genutzten Almhütte. Die Kräfte des Rettungsdienstes, mehrere Rettungs- und Krankenwagen, sowie Helfer der Bergwacht konnten unverrichteter Dinge wieder abrücken.

Der Großteil der alarmierten Feuerwehreinheiten wurde als Bereitschaft auf dem Parkplatz der Seilbahn beordert. Die ersten auswertigen Wehren wurden schon gegen 18.15 Uhr wieder aus dem Einsatz entlassen und zu den Gerätehäusern zurückgeschickt. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis nach Mitternacht an. Eine Mannschaft der Feuerwehr Bergen blieb bis zum nächsten Morgen als Brandwache vor Ort.

 

Was den verheerenden Großbrand ausgelöst hat, ist unbekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Text: Peter Volk / Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Bilder: Südost-News (siehe Link)

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