500.000 Euro Sachschaden bei Brand in Traunsteiner Musikclub

Lkr. Traunstein. Ein Brand im Club Metropolitain in Traunstein an der Güterhallenstraße hat am frühen Vormittag des Zweiten Weihnachtsfeiertages einen Schaden von über 500.000 Euro verursacht. Das Feuer entstand aus noch ungeklärter Ursache in einem Nebenraum, der als Abstellkammer genutzt wird. Verletzt wurde niemand.
Der Schwelbrand glimmte vermutlich schon einige Zeit vor sich hin, als die Reinigungsfrau, die die Kellerräume der Diskothek säuberte, durch einen lauten Knall erschrak. Nach Öffnen einer Tür quoll ihr dichter Brandrauch entgegen und sie alarmierte die Feuerwehr. Kurz vor 9 Uhr rückte die Feuerwehr Traunstein mit dem erweiterten Löschzug zum Brandort aus. Dort angekommen mussten die Floriansjünger Türen zum Untergeschoss aufbrechen. Wegen des starken Brandrauches konnten sie nur mit Atemschutzgeräten vordringen. Zunächst schlug den Löschtrupps nur starker Brandrauch entgegen, ein offenes Feuer stellten sie jedoch nicht fest. Erst bei der Absuche aller Räume entdeckten sie das Feuer, welches dann rasch gelöscht war. Da mehrere Atemschutztrupps für den Einsatz im verrauchten Untergeschoss von Nöten waren, wurde die Feuerwehr Haslach zur Unterstützung nachalarmiert. Nach rund 30-minütigem Einsatz meldete Manfred Dandl, 1. Kommandant der Feuerwehr Traunstein und Einsatzleiter „Feuer aus.“ Mit Belüftungsgeräten sorgte die Feuerwehr dafür, dass der Brandrauch aus den Räumen geblasen wurde. Zudem suchten die Aktiven mittels einer Wärmebildkamera nach versteckten Glutresten und löschten diese ab. Den Brandschaden in den Räumen des Musikclubs schätzt die Feuerwehr auf mindestens 150.000 Euro, hauptsächlich entstanden durch Russ, der sich in allen Räumen niederschlug. Von Brandrauch und –ruß betroffen wurde auch ein Fahrradgeschäft im Erdgeschoss, oberhalb des Lokals. Die Ware dort wurde ebenfalls beschädigt. Den entstandenen Schaden dort schätzt die Polizei auf rund 300.000 Euro. Außer den rund 45 Helfern der Feuerwehren war auch die Besatzung eines BRK-Rettungswagens am Ort des Geschehens. Die Sanitäter mussten aber nicht eingreifen. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Insgesamt blieben die Weihnachtsfeiertage für die Feuerwehren im Landkreis Traunstein ruhig. Von Heiligabend bis zum gestrigen 2. Weihnachtsfeiertag gab es außer dem Brand in den Räumen des Traunsteiner Musikclubs lediglich vier Einsätze. Die Feuerwehr Grabenstätt musste an Heiligabend gegen 5 Uhr zum Haus am Karwinkel, einem Heim für psychisch Kranke ausrücken, nachdem die automatische Brandmeldeanlage einen Alarm ausgelöst hatte. Grund dafür war, dass ein Heimbewohner unerlaubterweise geraucht hatte, wodurch ein Rauchmelder an der Decke den Brandalarm auslöste. Die angerückte Mannschaft der Feuerwehr Grabenstätt stellte die Anlage zurück, aktivierte die Automatik und konnte anschließend zum Gerätehaus zurückkehren.  
In der Altenmarkter Straße in Obing brannte es an Heiligabend gegen 13.40 Uhr im Keller eines Wohnhauses, verursacht durch einen Defekt am Zentralstaubsauger. Der Hauseigentümer konnte das Feuer noch vor Eintreffen der Feuerwehr Obing selbst löschen. Die Feuerwehr sorgte für den Rauchabzug, belüftete das Gebäude und half bei Aufräumungsarbeiten, konnte aber auch diesen Einsatz nach kurzer Zeit beenden.
Die Feuerwehr Pittenhart musste am Ersten Weihnachtsfeiertag gegen 21 Uhr ausrücken. Aus dem Kamin eines Wohnhauses in der Aindorfer Straße flackerten Flammen aus dem Kamin. Die Floriansjünger ließen beiden Öfen in dem Wohnhaus nicht länger beheizen. Auch wurde der Kamin auf seine Hitzeausstrahlung kontrolliert, um ein Entzünden der Einrichtung ausschließen zu können. Gefahr bestand jedoch keine. Alles Weitere muss von einem Kaminkehrer erledigt werden.
Zu einem Pkw-Brand auf der Autobahn A 8, nahe der Anschlussstelle Übersee, rückte die Feuerwehr Übersee am Zweiten Weihnachtsfeiertag gegen 14 Uhr aus. Bei Eintreffen der Floriansjünger stand das Fahrzeug mit Salzburger Kennzeichen im Vollbrand. Die beiden Fahrzeuginsassen konnten sich und mitgeführtes Gepäck rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie blieben unverletzt. Die Feuerwehr löschte das Fahrzeug ab. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Löschtrupps mit Atemschutzgeräten arbeiten. Während der Löscharbeiten musste die rechte Fahrspur gesperrt werden. Die Ursache des Fahrzeugbrandes steht noch nicht fest. Am Fahrzeug entstand Totalschaden. pv.

Text: Peter Volk
Bilder: Bernhard Huber, FF Traunstein // FF Übersee

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