Lkw durchbricht Leitplanke

Relativ glimpflich verlief am Donnerstag, 11. Dezember, ein Lkw-Unfall auf der Autobahn A 8 auf Höhe Chiemsee. Der Fahrer wurde mittelschwer verletzt, andere Fahrzeuge wurden nicht in den Unfall verwickelt. Während der Fahrzeugbergung wurde die Autobahn Richtung Süden für über eine Stunde komplett gesperrt, es kam zu mehreren Kilometern Stau.

Der 29-jährige Fahrer aus Graz war gegen 11 Uhr mit seinem Lkw-Sattelzug in Fahrtrichtung Salzburg unterwegs. Zwischen den Anschlussstellen Felden und Übersee stieß der mit Holzpaletten beladene Schwerlaster zuerst gegen die Mittelleitschiene und durchbrach anschließend die rechte Seitenleitplanke. Das Gespann kam von der Fahrbahn ab und im Graben zum Stehen. Der Fahrer zog sich dabei mittelschwere Verletzungen zu. Nach der Erstversorgung durch den alarmierten Notarzt und Helfer des BRK wurde er mit dem Rettungshubschrauber Christoph 14 ins Krankenhaus geflogen. Die Sanitäter der Feuerwehr unterstützten den Rettungsdienst bei der medizinischen Versorgung des Fahrers.
Durch den Unfall wurde der Treibstofftank aufgerissen. Etwa 250 Liter Diesel liefen aus. Ein Großteil konnte durch das schnelle Eingreifen der Floriansjünger aufgefangen und gebunden werden. Zusätzlich mussten beide Tanks umgepumpt und abgedichtet werden. Ein Teil des Dieseltreibstoffes versickerte neben der Fahrbahn, weshalb ein Ausbaggern des verunreinigten Erdreiches notwendig war. Wegen des ausgelaufenen Treibstoffes war auch ein Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes am Unfallort.

Zur technischen Hilfe wurden die Feuerwehren Übersee und Bernau sowie ein Sicherungsfahrzeug der Feuerwehr Prien am Chiemsee alarmiert, unterstützt von der Autobahnmeisterei Siegsdorf. Zur Bergung des Sattelzugs mussten die Feuerwehrleute die Leitplanke durchtrennen und demontieren. Die Verkehrspolizeiinspektion Siegsdorf übernahm die Unfallaufnahme. Warum der Laster plötzlich ausbrach und in die Schutzplanke krachte, konnte noch nicht geklärt werden. Nach Angaben des Fahrers hatte er Probleme mit der Lenkung. Deswegen wurde von der Staatsanwaltschaft ein technisches Gutachten angeordnet.


Text: Peter Volk
Fotos: Feuerwehr Übersee

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