Zimmerbrand forderte einen Toten

Traunreut. Bei einem Zimmerbrand am Mittwoch (27.12.06) in einem Haus in Traunreut in der Gottfried-Michael-Straße zog sich ein 73-jähriger Rentner schwere Brandverletzungen zu, denen er wenige Stunden später in einer Münchener Spezialklinik erlag.
Gegen 18.30 Uhr wurde die Polizei über Notruf von einem Brand in dem Wohnhaus verständigt. Daraufhin wurde die Feuerwehr Traunreut alarmiert, die mit dem Löschzug ausrückte und wenige Minuten später am Einsatzort war. Bei Eintreffen der ersten Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst war der Brand bereits weitestgehend gelöscht. Der 73-jährige Hausbewohner wurde jedoch mit schwersten Verbrennungen zweiten und dritten Grades vorgefunden. Vor Ort wurde er von Notarzt und Helfern des BRK erstversorgt und mit dem Rettungswagen ins Klinikum Traunstein gebracht. Von dort wurde der Schwerverletzte mit einem Intensiv-Transport-Hubschrauber nach München-Bogenhausen in eine Spezialklinik für Brandverletzungen geflogen. Dort erlag er gegen 23 Uhr seinen schweren Verletzungen.

Seine Ehefrau zog sich beim Versuch die brennende Kleidung abzulöschen ebenfalls Brandverletzungen sowie eine Rauchgasvergiftung und einen schweren Schock zu. Sie wurde in die Kreisklinik nach Trostberg gebracht.

Erste Ermittlungen der Kripo Traunstein deuten darauf hin, dass die Kleidung des Rentner vermutlich beim Hantieren mit Kerzen unabsichtlich in Brand gesetzt wurde und bei dem 73-Jährigen zu den lebensbedrohlichen und letztlich tödlichen Verbrennungen führten.  

Im Zimmer, in dem sich der tragische Unfall ereignete, entstand durch den Brand lediglich geringer Sachschaden.
Bei der Rettungsaktion für den Schwerverletzten wurde zuerst geplant, den Schwerverletzten direkt ab Traunreut mit dem Rettungshubschrauber nach München zu bringen. Dazu leuchtete die Feuerwehr Traunreut einen Landeplatz am südlichen Stadtrand aus. Trotz der umfangreichen Vorbereitung der Floriansjünger für eine Landung war diese wegen dichten Bodennebels nicht möglich. Aus Sicherheitsgründen zog es die Besatzung vor auf dem Dachlandeplatz des Klinikums Traunsteins zu landen und den Schwerverletzten dort aufzunehmen. pv.


Text: Peter Volk

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