Übergabe des Friedenslichtes

Flamme als Mahnung für den Frieden
250 Feuerwehrler bei feierlicher Übergabe auf dem Stadtplatz in Tittmoning.

Tittmoning. Das Friedenslicht aus Bethlehem haben die Mädchen und Buben der Jugendfeuerwehren am vergangenen Wochenende von Tittmoning aus im ganzen Landkreis Traunstein verteilt. Bei einer Feierstunde auf dem Stadtplatz wurde es von den Jugendfeuerwehren des Bezirks Braunau (Oberösterreich) an die Feuerwehren im Landkreis Traunstein überbracht. Rund 250 Feuerwehrler, meist Jugendliche aus dem ganzen Landkreis, kamen zu der Übergabefeier, um die „Friedensflamme“ entgegenzunehmen und sie von dort in die Dörfer und Städte zu bringen und an die Menschen zu verteilen.

Georg Fleischer, Fachkreisbrandmeister für die Jugendarbeit begrüßte die österreichische Feuerwehrabordnung und die Jugendfeuerwehrler aus dem Landkreis sowie die vielen Besucher, die auf den weihnachtlich geschmückten Stadtplatz gekommen waren. Er freue sich darüber, dass die Jugendfeuerwehren an der „Aktion Friedenslicht“ teilhaben dürfen und damit einen Beitrag leisten, dass über den Frieden in der Welt nachgedacht werde. Die Weitergabe des Friedenslichtes von Österreich nach Bayern sei zudem ein Zeichen der Verbundenheit und Freundschaft zwischen den Jugendfeuerwehren dies- und jenseits der Salzach, betonte Fleischer.

Alfred Hacklmair, Oberbrandrat aus Braunau sagte, es sei kein Widerspruch wenn das Licht des Friedens aus dem Land komme, in dem Terror, Zerstörung, Vernichtung und Tod herrschen. Es wäre vermessen zu glauben, man könne den Frieden nur dort schaffen, wo es keine Feindschaft und keinen Streit gibt und man könne das Friedenslicht nur in Maria Zell oder Altötting, also an Wallfahrtsorten und heiligen Stätten, entzünden. Das Friedenslicht aus Bethlehem stamme aus jenem Land, in dem erstmals verkündet wurde, dass es für alle Menschen auf Erden leuchte, die guten Willens sind. Es komme auf die Menschen an, Frieden zu machen, zu schaffen und zu halten. „Der Friede beginnt im eigenen Haus“, zitierte Hacklmair ein Sprichwort. Der Oberbrandrat berichtete, wie aus der Aktion „Licht ins Dunkel“ des österreichischen Rundfunks der Weihnachtsbrauch der Friedenslichtstafette entstand. In diesem Jahr reiste die 13-jährige Birgit Göttl aus Kirchdorf (Oberösterreich) als „Friedenslichtkind“ unter diplomatischem Schutz nach Israel und entzündete das Licht in der Geburtsgrotte in Bethlehem. Mit dem Flugzeug wurde die Friedensflamme nach Wien gebracht. Im 18. Jahr der Aktion wird es heuer von Österreich aus in 25 europäische Länder und nach Amerika gebracht. In Oberösterreich sind es seit vielen Jahren die Buben und Mädchen der Jugendfeuerwehr, die als „Lichtträger“ tätig werden und es am Vortag des Heiligabend in Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie zu einsamen, behinderten und kranken Menschen bringen.

Tittmonings Bürgermeister Dietmar Cremer freute sich, dass die Salzachstadt auch in diesem Jahr als der Mittelpunkt ausgesucht wurde, von dem aus das Friedenslicht im ganzen Landkreis verteilt wird. Kreisbrandrat Hans Gnadl hob die Bedeutung der „Aktion Friedenslicht“ hervor, mit der die Feuerwehren einen äußerlich kleinen, aber im Kern wertvollen Beitrag zur Stärkung der Gemeinschaft und der Solidarität leisten. Gnadl forderte die Jugendfeuerwehrler auf, das Friedenslicht auch zu den Menschen zu bringen, die es nicht in den Kirchen abholen können und verband dies mit dem Wunsch, dass das Licht den Gemeinden und Städten des Landkreises friedvolle Weihnachten beschere.

Buben und Mädchen der Braunauer Feuerwehrjugend überreichten Laternen mit dem Friedenslicht zuerst an Bürgermeister Dietmar Cremer, Kreisbrandrat Hans Gnadl und Kreisjugendwart Georg Fleischer. Danach wurde es von den Jugendlichen an die, auf dem Stadtplatz Versammelten weitergegeben, die zum größten Teil Laternen und Kerzen mitgebracht hatten, um das Friedenslicht sicher nach Hause tragen zu können. Für die musikalische Untermalung der Feier sorgte die Jungbläser der Musikkapelle Inzing-Törring. pv.