Truppmannausbildung: Modul "Sprechfunk" bestanden

Waging/Surberg/Traunwalchen. In den vergangenen drei Wochen haben 63 junge Feuerwehrler/innen an Lehrgängen der modularen Truppmannausbildung, und dabei am Fachmodul "Sprechfunk" mit Erfolg teilgenommen. Der Kreisfeuerwehrverband Traunstein bietet dafür zwei verschiedene Möglichkeiten an, um diesen Ausbildungsteil abzulegen. Zum einen den üblichen Lehrgang werktags an drei Abenden, der in Waging (19.03.-23.03.) durchgeführt wurde sowie einen Ein-Tageslehrgang an zwei Samstagen in Surberg (10.03.) und in Traunwalchen (24.03.) Beide Lehrgangsvarianten umfassen zeitlich je 360 Minuten (6 Std) und werden von einen Lehrgangsleiter und drei Ausbildern durchgeführt.

Zu den theoretischen Inhalten gehört insbesondere die Anwenderschulung im Umgang mit den Funkgeräten und praktische Übungen. Ziel ist es u.a. dass die wichtigen Betriebsworte in der Funksprache noch mehr zur Anwendung kommen. Zum Beispiel sollten nicht nur das lapidare „hört“ beim Empfang einer  Funkmeldung verwendet, sondern vor Nennung des Funkrufnamens ein „hier“ genannt werden. Zu den wichtigsten Betriebswörtern zu Beginn oder Ende eines Funkspruches gehören "VON", "HIER", "KOMMEN" und "ENDE". Dies ist eine der Voraussetzungen, um einen funktionierenden Funkverkehr abwickeln zu können.

Im praktischen Teil mussten unter anderem Legosteine verbaut werden. Bei dieser Übung ist eine deutliche Kommunikation zweier Gruppen mit notwendigen Nachfragen erforderlich, um die Steine so zu positionieren, damit sich am Ende alle Steine an der richtigen Stelle befinden. Eine Gruppe beschreibt, die andere setzt die Steine wie durchgegeben und anschließend umgekehrt. (Bild 3). Versuchen Sie, verehrter Leser,  selbst einmal einen Standardlegostein zu beschreiben. Hat er acht Punkte oder ist er zweireihig vierfach, oder ist es gar ein doppelter Vierer? Ist blau gleich blau oder doch hellblau oder vielleicht nur bläulich?

Die Teilnehmer/innen waren mit Eifer dabei, was sich auch in der schriftlichen und praktischen Prüfung widerspiegelte. Übung macht den Meister, weshalb auch alle Lehrgangsleiter auf das ständige Üben mit den Digitalfunkgeräten hinwiesen sowie zur Anwendung und Nutzung der wichtigen Betriebswörter aufforderten. Mit diesem verbalen Rüstzeug sollte bei den Feuerwehren im Landkreis Traunstein eine deutliche Verbesserung der Funksprache erreicht werden.

Ein Dank gilt allen Lehrgangsleiter und den Ausbildern, die diese wichtige Kommunikationsart schulen, ebenso auch den vielen Feuerwehrstandorten, die ihre Schulungsräume und Gerätehäuser für die Ausbildungsveranstaltungen zur Verfügung stellen.

Text: Ingo Klepke (F-KBM Funk)
Bilder: Thomas Mittermeier, Florian Ettmayr, Ingo Klepke

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