Kreisbrandinspektor Martin Schupfner zieht erstmals Bilanz

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Surberg. Seit gut acht Monaten ist Kreisbrandinspektor Martin Schupfner im Amt und zuständig für den Inspektionsbereich „Traunstein Land 5“, der 17 Feuerwehren in der Landkreismitte, zwischen und rund um die Städte Traunstein und Traunreut. Bei der ersten, von ihm geleiteten Dienstversammlung der Kommandanten und Stellvertreter seines Zuständigkeitsgebiets blickte Schupfner optimistisch und dankbar zurück: „Die Amtsübergabe durch meinen Vorgänger Manfred Unterstein war reibungslos.“ Alles laufe gut, auch weil Unterstein mit Rat und Tat stets zur Seite stand und weiterhin hilft.  Schupfner würdigte die Unterstützung der Aktivenchefs und forderte auf Probleme offen anzusprechen. Besonders lobte  der Kreisbrandinspektor die Bürgermeister der Städte und Gemeinden im Inspektionsbereich: Der Betrieb und die Trägerschaft der Feuerwehren sei Pflichtaufgabe der Kommunen. „Es freut mich sehr, dass die Bürgermeister hinter der Arbeit der Feuerwehren stehen und den ehrenamtlichen Dienst der Feuerwehr wertschätzen“, betonte  Schupfner.    

Zusammen mit Kreisbrandrat Christof Grundner gab Schupfner einen weiteren personellen Zuwachs der Kreisbrandinspektion bekannt. Florian Scholz wird ab 1. Januar zum Fachkreisbrandmeister (Fach-KBM)  „Ausbildung - Taktik und Führung“ bestellt. Scholz ist aktives Mitglied der Feuerwehr Traunstein und Leiter der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL). Seine Aufgabe wird sein ein Ausbildungskonzept für Führungskräfte, insbesondere zur Einsatztaktik zu erarbeiten. Scholz`s Berufung zum Fach-KBM ist Folge mangelnder Ausbildungsplätze für Führungskräfte an den Staatlichen Feuerwehrschulen. Der Bedarf von 369 Schulungsplätzen für Führungsdienstgrade der 81 Feuerwehren im Landkreis könne nicht einmal zur Hälfte gedeckt werden. Nur 157 Schulungsplätze wurden dem Landkreis Traunstein zugeteilt. Deshalb soll die Ausbildung auf Landkreisebene intensiviert werden.

Personelle Veränderungen gab es bei der Feuerwehr Chieming. Martin Hölzle wurde zum 1. Kommandant gewählt, neuer stv. Kommandant ist Philipp Mittermaier. Bei der Feuerwehr Stein ist Josef Sieber neuer 1. Kommandant, wie bisher ist Bernd Neugebauer 2. Kommandant. Bei der Feuerwehr Traunstein ist Christian Schulz seit 1. Oktober Stadtbrandinspektor und 1. Kommandant; zu seinem Stellvertreter und Stadtbrandmeister wurde Andreas Zeiser gewählt. Neue Einsatzfahrzeuge wurden bei den Feuerwehren Ising und Nußdorf in Betrieb genommen. Die Isinger Floriansjünger freuen sich über ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) und bei der Feuerwehr Nußdorf wurde ein Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik (TSF-L) in Dienst gestellt.

 

Über mangelnde Arbeit können sich Schupfner und seine beiden Kreisbrandmeister Josef Walter und Stefan Reichelt nicht beklagen. 375 Termin hat das Inspektionstrio seit April 2017 bewältigt, darunter auch die Abnahme von Leistungsprüfungen: 89 Feuerwehrdienstleistende legten die Leistungsprüfung „Löschen“ mit Erfolg ab; 38 Feuerwehrmänner und –frauen meisterten den Leistungstest „Technische Hilfeleistung“. 37 Anwärter konnten sich über die Jugendleistungsspange freuen, elf legten die Jugendflamme des Deutschen Feuerwehrverbandes ab. Die Ausbildung zum Truppmann absolvierten 51 Anwärter; 18 Floriansjünger nahmen mit Erfolg am Fachlehrgang „Technische Hilfeleistung“ teil und 81 an den vier Sprechfunker-Kursen. Im kommenden Jahr soll erstmals ein Übungstag aller Wehren im Inspektionsbereich stattfinden – ein Fortbildungstag der in anderen Inspektionsbereichen mit viel Erfolg seit vielen Jahren stattfindet. Dies soll vor allem die Zusammenarbeit verschiedenster Einheiten stärken und praktische Erfahrung unter realistischen Bedingungen ermöglichen.

 
Kreisbrandrat Christof Grundner hob den gegenseitigen Respekt der Kommunen als Träger und „Geldgeber“ der Feuerwehren und der Kreisbrandinspektion hervor. „Es wird auf Augenhöhe vertrauensvoll und kooperativ zusammengearbeitet.“ Im ersten dreiviertel Jahr seiner Amtszeit als Kreisfeuerwehrchef sei Vieles auf den Weg gebracht worden. Das sei von den Bürgermeistern, ebenso von den Kommandanten und Stellvertretern mitgetragen worden, was Grundner dankbar würdigte.

Bürgermeister Josef Wimmer zeigte sich beeindruckt von den Berichten von Kreisbrandinspektor Schupfner, von Kreisbrandrat Christof Grundner und den Mitgliedern der Kreisbrandinspektion. Im Namen seiner fünf Bürgermeisterkollegen, die ohne Ausnahme an der Dienstversammlung teilnahmen, lobte er die immense Arbeit der Inspektion, ebenso der Kommandanten und Aktiven in den Wehren. „Unsere Feuerwehren sind auf einem guten Stand, bieten eine gute Ausbildung und leisten unschätzbaren Dienst für die Bürger.“ Johann Bohnert, Leiter der Polizeistation Traunreut dankte für die gute Zusammenarbeit von Polizei und Feuerwehren: „Es gibt in keinem Fall und bei keinem Einsatz Probleme im Miteinander, es läuft wie am Schnürchen und dafür herzlichen Dank.“ pv.

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