19 junge Feuerwehranwärter legen Truppmann-Basiskurs mit Erfolg ab

Unterwössen. Premiere bei der Truppmann-Ausbildung des Kreisfeuerwehrverbandes: 19 junge Feuerwehrmänner und –frauen legten den Basisteil der neuen modularen Ausbildung mit Erfolg ab. Und alle Teilnehmer absolvierten den ersten Ausbildungsteil mit Bravour und bestanden den ersten Kursteil. Die Nachwuchsfeuerwehrler aus Unterwössen, Schleching, Marquartstein, Rottau und Übersee kamen zur theoretischen und praktischen Prüfung des ersten Basismoduls in das Unterwössner Gerätehaus. Alfred Waschin, Kreisbrandmeister im Inspektionsbereich Land 2, Bereichsjugendwart Thomas Göls und Josef Linner, Fach-Kreisbrandmeister für die Ausbildung, zeigten sich mit den Kursinhalten des ersten Ausbildungsabschnitts und den Prüfungsergebnissen sehr zufrieden. .

Mit der neuen, in Bausteinen gegliederten Truppmann-Ausbildung (MTA) betreten die Feuerwehren in Bayern Neuland und erschließen sich ein zukunftsweisendes Ausbildungsmodell. Im Vergleich zum bisherigen Schulungsleitfaden trägt das neue System aktuellen Ausbildungsthemen Rechnung. Gelehrt wird zum Beispiel Wissen über alternative Energien und Fahrzeugantriebe, ebenso sind die Nutzung und der Umgang moderner Medien wie Facebook oder Twitter Inhalt der Ausbildung. Dabei wird besonders auf eine sehr praxisorientierte Ausbildung Wert gelegt. Diese trägt auch der Ausstattung der örtlichen Feuerwehren und den individuellen Fähigkeiten Rechnung. Die Ausbilder sind nicht nur „reine Wissensvermittler“, sondern geben Anleitung und Hilfe, so dass der Feuerwehrnachwuchs Wissen und Fertigkeiten möglich eigenständig entwickelt

Der erste Kursteil nach dem neuen Schulungssystem - das Basismodul - beinhaltet alle Grundtätigkeiten und Kompetenzen, die ein Feuerwehr-Dienstleistender beherrschen muss. Dabei wird strikt auf eine gemeinsame Aufgabenerledigung innerhalb eines Trupps geachtet.

Im theoretischen Teil waren rund 50 Fragen zu beantworten, zum Beispiel über Rechtsgrundlagen der Feuerwehr und Organisationen, Brandklassen und Verwendung von Löschmitteln, Fahrzeug- und Gerätekunde und vieles mehr. Nach Abschluss der schriftlichen Prüfung  demonstrierten die jungen Anwärter die Verwendung und den Umgang mit tragbaren Leitern, das Kuppeln einer Saugleitung, das Anlegen von Seilknoten und -stichen.

Kreisbrandmeister Waschin und Ausbildungsleiter Linner erläuterten, das sich an den absolvierten Basis-Baustein ein Funkmodul anschließt, bei dem die Floriansjünger Kenntnisse über Funktechnik und –verkehr des neuen Digitalfunks näher gebracht werden. Dritter Baustein ist die Truppführerausbildung. Das nun abgeschlossene Basismodul mit bestandener Zwischenprüfung berechtigt die jungen Feuerwehrler, je nach Alter, an Einsätzen mitzuwirken. Darüber hinaus ist der erfolgreich abgelegte Ausbildungsabschnitt Voraussetzung für weiterführende Fachlehrgänge und Leistungsprüfungen.

Text: Peter Volk / Ludwig Flug          Bilder: Ludwig Flug / Alfred Waschin

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