„Nachwuchs“ für die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren im Landkreis Traunstein

Bei den beiden Herbstlehrgängen 2014 konnten an der Atemschutzausbildungsstätte des Landkreises Traunstein in Trostberg insgesamt 38 junge Frauen und Männer erfolgreich zu Atemschutzgeräteträgern/innen ausgebildet werden.

Die Atemschutz-Grundausbildung besteht aus 24 Ausbildungsstunden, die im Landkreis Traunstein auf zwei Wochen á 3 Tage aufgeteilt sind. In der ersten Woche standen die theoretische Ausbildung der Geräteträger sowie die Handhabung der Gerätschaften im Vordergrund. Von der Anatomie und Physiologie der Atmung, über Gerätekunde und Einsatzgrundsätze, bis zu den Anforderungen an die Geräteträger wurden theoretische Inhalte gelehrt und in praktischen Übungseinheiten vertieft.

Die zweite Woche der Atemschutzausbildung stand im Zeichen der Praxis. Einsatzübungen und Gewöhnungsübungen die sich im Schwierigkeitsgrad langsam steigern, wurden zusammen mit den Ausbildern geübt und nachbesprochen. Die Atemschutzausbilder gingen in den Nachbesprechungen auf Fehler ein und zeigten auch den ein oder anderen Handgriff, der den frisch gebackenen Atemschutzgeräteträgern/innen die korrekte Handlungsweise im Einsatz erleichtern sollen.

An den letzten Samstagen standen dann zuerst die theoretischen Prüfungen sowie der Durchgang in der Atemschutzübungsanlage auf dem Plan, bevor zum Abschluss zwei praktische Einsatzübungen gemeistert werden mussten.

Zum Lehrgangsende bedankten sich die Vertreter der Kreisbrandinspektion Traunstein bei allen Teilnehmern für die engagierte und interessierte Mitarbeit und wünschten allen ein unfallfreies Nachhause kommen von allen Übungen und Einsätzen und appellierten an die Eigenverantwortung und nötige Disziplin im Atemschutzbereich, ehe die Lehrgangszeugnisse überreicht wurden.

Die Teilnehmer sind somit vollwertig ausgebildete Atemschutzgeräteträger und unterstützen nun die jeweiligen Feuerwehren bei den verschiedensten Einsätzen. Als weitere Bausteine haben die neuen Geräteträger in den nächsten Jahren noch die Möglichkeit, die gasbefeuerte Brandsimulationsanlage (BSA) in Traunreut sowie die Rauchgasdurchzündungsanlage (RDA) des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein am Standort in Übersee zu besuchen. Die Feuerwehren im Landkreis Traunstein profitieren von einer hochwertigen und durchgängigen Ausbildung, begonnen in der Grundausbildung (Stufe1) über die BSA (Stufe2) bis letztlich zur RDA (Stufe3), um das Fachwissen im Atemschutzbereich aufrecht zu erhalten und zu vertiefen.

Natürlich durfte auch der Dank an das sehr engagierte Ausbilderteam am Standort Trostberg nicht fehlen. Hier wurden für die beiden Lehrgänge neue Praxiseinheiten eingeführt, welche vorrangig am Übungscontainer im Freigelände der Feuerwehr Trostberg abgehalten wurden. Die Ausbilder haben hier zusätzlich zum regulären Feuerwehrdienst und den diversen Ausbildungsveranstaltungen an zwei Samstagen die Übungsinhalte in den verschiedensten Einsatzszenarios integriert und vor Lehrgangsbeginn selbst auf Durchführbarkeit getestet. Hierfür ergeht ein besonderer Dank für die Ausarbeitung der sehr gelungenen Praxisübungen. Dies spiegelte sich auch sehr deutlich in den Lehrgangsbeurteilungen der Teilnehmer wieder.

Interessierte Atemschutzgeräteträger sind jederzeit herzlich willkommen, die Ausbilderteams tatkräftig zu unterstützen und das eigene Wissen weiter auszubauen. Hierfür stehen die jeweiligen Übungsstreckenleiter jederzeit gerne Rede und Antwort!

http://www.kfv-traunstein.de/fachbereiche/atemschutz/atemschutz-ausbildungsstaetten/

Text:                Stefan Thurner, Fachberater Atemschutz

Bilder:             Ausbildungsstätte Trostberg

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